Köln - Wenn das Kind nachts immer wieder schnarcht und Atemaussetzer hat, sollten Eltern das ärztlich abklären lassen. Es könnte eine sogenannte obstruktive Schlafapnoe dahinterstecken, wie es vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) heißt. Diese Atemstörung kann verschiedene Ursachen haben. Oft sind die Rachenmandeln (Polypen) zu groß. Aber auch eine besonders große Zunge, die Beschaffenheit der Nasenscheidewand oder ein allergischer Schnupfen können für Atemaussetzer in der Nacht sorgen, ebenso Übergewicht, denn zusätzliches Fettgewebe in Rachen- und Brustraum machen das Atmen im Liegen schwerer. Die betroffenen Kinder schlafen meist alles andere als erholsam: Die Atemaussetzer lösen Weckreaktionen aus, um ein Ersticken zu verhindern. Laut BVKJ leiden Kinder mit einer obstruktiven Schlafapnoe daher oft unter Tagesmüdigkeit und Konzentrationsproblemen.