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Aktualisiert vor 6 Minuten.

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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Patienten und Ärzte mögen Telemedizin

05.12.2019

Delmenhorst /Ganderkesee /Lemwerder Wer rund um Delmenhorst am Wochenende den ärztlichen Bereitschaftsdienst anruft, bekommt unter Umständen Besuch von Notfallsanitätern. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat für Patienten in Delmenhorst, Ganderkesee und Lemwerder ein Modellprojekt zum Einsatz von Notfallmedizinern und Telemedizin entwickelt. Statt eines Mediziners fahren Notfallsanitäter zu den Patienten, die notfalls die Telemedizin-Zentrale im Klinikum Oldenburg um Rat fragen können. Die Notfallsanitäter ersparen den Patienten weite Wege und entlasten die Notaufnahme des Krankenhauses und die Notfallpraxis.

Die Erfahrungen sind so gut, dass die Kassenärztliche Vereinigung das Modellprojekt, das am Jahresende ausläuft, fortsetzen und auf andere Regionen übertragen möchte, sagten Mark Barjenbruch, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Dr. Christoph Titz, Vorsitzender der KVN-Bezirksstelle Oldenburg, und Helmut Scherbeitz, Geschäftsführer der KVN-Bezirksstelle Oldenburg. „Es gab keine Beschwerden von Patienten und auch keine von den Ärzten. Das Feedback ist sehr gut“, sagte KVN-Vorstand Barjenbruch. „Die medizinische Behandlung leidet nicht“, sagte KVN-Bezirkschef Christoph Titz. 524 Einsätze hat es seit 1. Juli 2018 gegeben, in 45 Prozent der Fälle hatte der Notfallsanitäter telemedizinischen Rat im Klinikum eingeholt. In den anderen Fällen hatte der Notfallsanitäter das Problem selbst gelöst. Hintergrund des Versuchs ist zum einen, die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen sicherzustellen, zum anderen die ärztlichen Bereitschaftsdienste für die Mediziner in der Region Delmenhorst/Ganderkesee/Lemwerder zu reduzieren. Das sei gelungen, sagte Titz.

Nun steht die Frage der Finanzierung über den 31. Dezember 2019 hinaus an. Bislang ist das Projekt aus dem Europäischen Sozialfonds, von der KVN, den Johannitern und dem Klinikum Delmenhorst finanziert worden. Die KVN werde über das Jahresende hinaus einen Anteil übernehmen, sagten KVN-Bezirkschef Titz und KVN-Geschäftsführer Scherbeitz. Gleichwohl müsse die langfristige Finanzierung geklärt werden, denn das Modellprojekt lasse sich auf andere Regionen übertragen und diene ja der Verbesserung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum, der Entlastung der Notfallmedizin im Klinikum Delmenhorst. „Wir haben positive Signale für das Weitermachen“, sagte Barjenbruch. Noch allerdings ist nicht geklärt, wie diese Leistung zur Kassenleistung gemacht werden kann, denn der Behandelnde ist ja kein Mediziner, sondern ein professioneller Notfallsanitäter.

Für die Patienten entstehen übrigens keine Kosten, aber auch die Krankenkassen zahlen nichts. Froh sind die Projektbeteiligten über die Beteiligung der Telemedizin des Klinikums Oldenburg. Dort stehen Mediziner schon seit zehn Jahren per Telemedizin mit Rat zur Verfügung. Das Klinikum versorgt Bohrinseln und Kreuzfahrtschiffe telemedizinisch – und eben auch die Notfallsanitäter in der Modellregion um Delmenhorst.

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Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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