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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Palliativmedizin: Den Leidensdruck reduzieren

17.08.2021

Delmenhorst Sterbenskranke Menschen müssen oft starke Beschwerden und Funktionseinschränkungen ertragen, die im Zuge schwerer Erkrankungen entstehen können. Viele haben eine lange Leidenszeit hinter sich, die sie körperlich und seelisch ans Ende ihrer Kräfte gebracht hat, Betroffenen geht es mitunter so schlecht, dass sie permanent und dauerhaft auf weitgehende Hilfestellungen angewiesen sind.

Wenn alle medizinischen Optionen für eine Heilung ausgereizt sind, kann eine palliative Versorgung die beste Lösung für den Patienten und auch seine Angehörigen sein. Entsprechende ambulante oder stationäre Angebote umfassen neben einer optimalen schulmedizinischen Betreuung auch unterschiedliche therapeutische Maßnahmen aus der alternativen Medizin, die zum Ziel haben, den Alltag mit einer todbringenden Erkrankung zu erleichtern.

„Unsere Arbeit zielt darauf ab, sterbenskranken Menschen bis zuletzt eine lebenswerte Lebensqualität und eine große Eigenständigkeit zu ermöglichen“, betont Dr. Ales Stanek, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Palliativmedizin und Schmerzmedizin im Delme Klinikum Delmenhorst. Eine ganzheitlich ausgerichtete palliativmedizinische Versorgung habe abgesehen von dem jeweiligen Krankheitsbild in erster Linie immer den gesamten Menschen im Blick – inklusive seiner Bedürfnisse und Wünsche.

Ressourcen stärken

Zusätzlich zu den Möglichkeiten der Schulmedizin können dafür auch verschiedene Angebote der Komplementärmedizin genutzt werden, die sich in der Palliativmedizin bewährt haben, erklärt Dr. Stanek: „Dabei steht ganz vorn im Fokus, die durch die Erkrankung verursachte Symptomlast zu senken und die Ressourcen des Patienten mit geeigneten therapeutischen Maßnahmen zu stärken.“

Das bedeutet konkret vor allem, dass zur Linderung körperlicher und seelischer Leiden bei Weitem nicht nur Schmerzmedikamente bzw. Schlaf- und Beruhigungsmittel eingesetzt werden. „Wir verfügen darüber hinaus über zahlreiche Therapieangebote, die den Patienten auf andere Gedanken bringen und die ihm einfach nur guttun“, berichtet die Palliativ-Pflegerin Gabriele Kolb. Die Palette auf der Palliativstation reicht unter anderem von der Aromatherapie bis hin zu Entspannungsmassagen sowie einer qualifizierten psychosozialen Betreuung.

Eine Hilfe zur Entspannung und Schmerzlinderung sei die Klangtherapie. Die sanfte Vibration der dabei eingesetzten Klangschalen werde von allen Sinnen wahrgenommen und breite sich von der Hautoberfläche aus wohltuend in alle Körperregionen aus. Viele Patienten kommen nach wenigen Minuten zur Ruhe und und schlafen ein, ohne dass sie ein Schmerz- oder Schlafmittel einnehmen müssen.

Breite Wirkungspalette

Eine vielfältige Wirkungspalette hat auch die Aromatherapie. Mit ihr lassen sich unter anderem Symptome lindern, die oft infolge einer Bestrahlung auftreten. Der dann häufig unerträgliche Juckreiz könne mitunter schon mittels einer Waschung mit wenigen Tropfen Lavendel im Wasser deutlich reduziert werden.

Der bedarfsgerechte, ärztlich kontrollierte Einsatz alternativer Behandlungsmethoden hat den zusätzlichen Vorteil, dass oft der Einsatz von Schmerz- und Beruhigungsmedikamenten reduziert werden kann. Das sei wichtig, da die in den Medikamenten enthaltenen Wirkstoffe auch eine erhebliche Belastung für den Organismus sein können.

NWZonline.de/gesundheit
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