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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Die Spucktüte immer parat

08.07.2017

Ramsloh Schon nach ein paar Kilometern wurde ihr schlecht, und sie wurde ganz blass um die Nase. Das konnte soweit gehen, dass sie erbrechen musste. Was half? Anhalten, an die frische Luft und bewegen. Maria Koopmann (26) kann sich noch gut daran erinnern, wie es ihr als Kind beim Autofahren erging. „Der Tag war meistens gelaufen.“

Reisekrankheit, die sogenannte Kinetose, kann insbesondere bei Kindern auftreten. Grund dafür: eine Irritation des Gleichgewichtssystems, erklärt Kinderärztin Dr. Ulrike Gitmans aus Ramsloh. „Unser Gleichgewichtssinn nimmt Bewegung wahr, aber das Auge realisiert diese nicht, wenn es nicht die Gelegenheit hat, diese Bewegungen mitzuverfolgen. Das irritiert das Gehirn.“

Es sind also zwei sich widerstrebende Eindrücke: Zum einen der geschlossene Raum, zum anderen die Fortbewegung. Darauf reagiert der Körper mit Übelkeit und Benommenheit, was zum Erbrechen führen kann.

Kinetose, so Gitmans weiter, könne bei Menschen in allen Altersstufen vorkommen. „Bei Kindern aber kann die Reisekrankheit speziell damit zusammenhängen, dass die Situation noch vom Gehirn erlernt werden muss.“ Ist das der Fall, trete Reiseübelkeit im Alter von etwa zwei Jahren auf und verschwinde meistens noch im Schulalter. Dennoch sei nicht ausgeschlossen, dass die Empfindlichkeit beim Reisen bis ins Erwachsenenalter anhalte. „Das kann eben auch Veranlagung sein.“

Es gibt einige Tipps und Tricks, mit denen Eltern Reiseübelkeit bei ihren Kindern vorbeugen können. Ulrike Gitmans zu Speisen und Getränken, zu Fahrstil und Einhaltung von Pausen sowie Ablenkungsmanövern:Weil bei Reiseübelkeit die räumliche Lage in Widerspruch zur Bewegung des Körpers steht, verstärken Lesen und Malen während der Fahrt diesen Effekt.Besser sollten die Kinder aus dem Fenster gucken, damit sie die Bewegung des Körpers mit den Augen mitverfolgen. Mit Spielen wie „Wer zählt die meisten roten Autos?“ kann man die Kinder dazu animieren. Im Bus sitzen sie am besten vorne, um „mitten im Geschehen zu sein“, wie Gitmans sagt. Ablenken kann auch ein Hörbuch oder Musik.Vor der Fahrt sollte das Kind etwas essen, sich allerdings nicht den Bauch vollschlagen. Während Süßes und Chips Übelkeit fördern, helfen lauwarme Getränke oder magenberuhigender Tee wie Anis, Fenchel, Kamille oder Ingwer. Kalte Getränke reizen wiederum den Magen.Bei längeren Fahrten ist es nötig, ausreichend Pausen zu machen. Und das heißt: Raus aus dem Auto. „Die Kinder sollten sich bewegen, um sich einmal richtig den Kopf durchpusten zu lassen“, so die Kinderärztin. Frischluft spielt allerdings auch im Auto eine wichtige Rolle. „Bei abgestandener oder verrauchter Luft wird dem Betroffenen schneller übel“, erläutert Gitmans. Außerdem sollten Kinder ausgeschlafen sein – wach und aktiv. Wenn sie im Auto schlafen, gibt es beim Erwachen oftmals eine böse Überraschung.

Wenn alles nichts hilft, gebe es die Möglichkeit, das Kind mit Zäpfchen oder Säften zu behandeln. Das sollte jedoch im Vorfeld mit dem Arzt besprochen werden.

NWZonline.de/gesundheit
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Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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