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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Aktionstag Im Nordwest-Krankenhaus: Wenn Dreijährige selber Organe implantieren dürfen

19.06.2017

Sande Louis hat ein bisschen Pech gehabt. Vor ein paar Tagen ist der Dreijährige aus Dykhausen im Kindergarten von der Schaukel gefallen. Nun liegt er mit gebrochenem Arm im Krankenhaus. Eigentlich ziemlich langweilig. Aber an diesem Wochenende war richtig was los in Sanderbusch: Tag der offenen Tür zum 70-jährigen Bestehen als ziviles Krankenhaus. Und Louis hat seinen gebrochenen Arm schnell vergessen und operiert stattdessen selbst: An einem Modell implantiert er Magen, Leber, die Gallenblase, das Herz und die Lungen und erfährt von Krankenpflegeschülerin Eva Schmidt, wie es in uns drinnen aussieht und wofür die Organe überhaupt da sind.

Helden des Alltags

Zum Tag der offenen Tür des 1938 als Marinelazarett erbauten und 1947 in eine zivile Klinik umgewandelten Krankenhauses Sanderbusch herrschte den ganzen Tag über ein großer Besucherandrang. Ute Kopperschmidt, in den Friesland-Kliniken für das Thema Öffentlichkeitsarbeit zuständig, hat mit Hilfe weiterer Beteiligter ein großes Programm vorbereitet, das einen umfassenden Einblick in den Krankenhausalltag, in die vielen Abteilungen und Abläufe ermöglichte und natürlich auch viel spannende Unterhaltung rund ums Thema Medizin, Gesundheit und Rettungswesen bot. Das alles bei laufendem Betrieb, der natürlich nicht gestört wurde.

Die Friesland-Kliniken in Zahlen

Das Nordwest-Krankenhaus in Sanderbusch und das St. Johannes-Hospital in Varel firmieren seit einigen Monaten unter dem gemeinsamen Dach der Friesland-Kliniken.

Gemeinsam haben beide Häuser rund 1500 Mitarbeiter – davon mehr als 900 in Sanderbusch – und mehr als 500 Betten.

100 000 Patienten werden in den Kliniken jährlich ambulant und 25 000 stationär behandelt. Die Bilanzsumme der Häuser liegt bei rund 100 Mio. Euro.

„Helden des Alltags“ war der Tag der offenen Tür überschrieben, und so stellten sich neben den Medizinern und dem Pflegepersonal im Haus auf dem Freigelände auch die Feuerwehr Sande, das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz und auch die Rettungshundestaffel vor und die Rettungsflieger von „Christoph 26“ öffneten ihren Hangar.

Am Haupteingang hatte die Neurochirurgie ein 50-fach vergrößertes und begehbares Modell eines menschlichen Gehirns aufgebaut. Das zeigte nicht nur die anatomischen Strukturen, sondern auch krankhafte Veränderungen. Oberarzt Dr. Sebastian Deeg aus der neurologischen Abteilung erkläre das Modell und Therapieverfahren. In der Kardiologie ging es unter anderem um Herzschrittmacher und Defibrillatoren. Den technischen Fortschritt und OP-Methoden erläuterte Dr. Winfried Hofmann.

Überhaupt hat so mancher Besucher den Tag für eine kleine Sprechstunde genutzt und die Mediziner zur jeweiligen Erkrankung, Behandlung und Medikation befragt. Neben Patienten schaute auch viel interessiertes Publikum vorbei. Und auch etliche Mitarbeiter des Krankenhauses brachten ihre Familien mit und zeigten den Kindern oder dem Ehepartner ihren Arbeitsplatz.

OP an Nuss und Paprika

Frieslands Landrat Sven Ambrosy hatte zur Eröffnung des Aktionstags von den bereits erfolgten und weiter geplanten Modernisierungen gesprochen. Das Krankenhaus biete in allen Abteilungen Top-Qualität, die Region könne stolz sein auf das, was den Patienten hier geboten wird. Den Zusammenschluss mit dem Vareler St. Johannes-Hospital bezeichnete Ambrosy als „klugen Schritt“, der es erlaube, die medizinische Versorgung für den gesamten Landkreis strategisch zu planen.

Damit sich Besucher in der weitläufigen Klinik zurechtfinden, waren Rundwege ausgeschildert, auch Führungen wurden angeboten. Infos gab es auch zu Organspende oder Mammographie-Scrreening.

Und selbst als Operateur tätig werden konnten Besucher auch: Bauchspiegelung, Endoskopieren, Mikroskopieren – all das und einiges mehr war an Modellen und mit Hilfe von „operierten“ Kokosnüssen und Paprika möglich. Wer sich alles angesehen hat, hat am Ende des Tages fast ein kleines Erstsemester im Medizinstudium absolviert.


Sehen sie ein Video unter   www.youtube.com/nwzplay 
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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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