DRESDEN - Eine Demenz ist keine reine Alterserkrankung. „Es gibt seltene Formen, die schon bei Menschen im mittleren Lebensalter auftreten können“, berichtet Dr. Hendrik Niemann.
Eine dieser Formen könne sich unter anderem durch eine Veränderung des Sozialverhaltens äußern. Der Betroffene verletzt dann im Gespräch häufig zuvor selbstverständliche soziale Normen. Auch die Angehörigen brauchen dann Hilfe, weil die Betreuung oft eine große Belastung darstellt.
Wirklich schützen kann man sich nicht gegen eine Demenz-Erkrankung. Dessen ungeachtet ist es aber gerade im Alter wichtig, wenn man sein Gehirn nutzt und herausfordert. „Dazu gehört neben einem aktiven sozialen Leben mit dem Pflegen von Hobbys und Freundschaften auch das Lesen von Büchern sowie andere Tätigkeiten, die das Gehirn zum Arbeiten animieren wie etwa Kreuzworträtseln oder Sport“, betont Dr. Niemann. Ganz falsch sei es dagegen, den ganzen Tag vor dem Fernseher zu verbringen.
Bei leichteren Gedächtnisproblemen können einfache Strategien im Alltag helfen. Zum Beispiel sollte man sich angewöhnen, den Hausschlüssel immer an die gleiche Stelle zu legen und eine gewisse Regelmäßigkeit für den Tagesablauf zu entwickeln.
Weitere Hilfen im Alltag können Einkaufslisten, Kalender, Tagebücher und auch elektronische Geräte sein.
