Münster - Die Langzeitschäden durch Schnüffeldrogen sind nach aktuellen Forschungen gefährlicher als bislang angenommen. Der Konsum sogenannter „Poppers“-Drogen schädige die Netzhaut der Augen in einem größeren Ausmaß als bisher bekannt, teilte das Universitätsklinikum Münster mit. Forschungen des Klinikums belegten, dass durch den Drogenkonsum nicht nur einzelne Funktionen, sondern auch die gesamte Netzhaut beeinträchtigt werden könne. Das könne bis zu irreparablen und dauerhaften Einschränkungen der Sehkraft führen.

Die „Poppers“ genannten Schnüffeldrogen wirkten kurzzeitig euphorisierend und entspannend, erklärten die Experten des Uniklinikums. Die Substanz wird aus kleinen Flaschen inhaliert. Der Besitz sei nicht strafbar, die Drogen könnten zudem leicht über Internetshops bezogen werden.