Von Klaus Hilkmann
Frage: Was muss man sich unter Gefäßchirurgie vorstellen?
Dr. Imig: Gefäße sind Blutadern, die wir als Arterien und Venen bezeichnen. Gefäßerkrankungen inklusive Erkrankungen des Herzens sind in Deutschland die Todesursache Nummer 1. Herzerkrankungen werden vom Herzchirurg operiert. Die Gefäßchirurgen sind für die anderen Gefäßerkrankungen zuständig. Besonders gefährlich sind die Erkrankungen der Arterien, die unter anderem zum Raucherbein führen können. Die Erkrankungen der Venen machen sich häufig durch Krampfadern bemerkbar, die zwar unangenehm, aber nur selten lebensbedrohlich sind.
Frage: Worunter leiden Raucherbein-Patienten?
Dr. Imig: Sie haben große Schmerzen beim Gehen, weil ihre Gefäße in Folge des Rauchens verstopft sind. Wenn deshalb nicht genügend Blut fließt, wird der Körper nicht ausreichend mit lebensnotwendigem Sauerstoff versorgt und die Zelle stirbt ab. Im Extremfall gibt es bei fortgeschrittenen Krankheitsbildern immer wieder Fälle, wo man nicht um eine Amputation herumkommt.
Frage: Wie groß sind die Fortschritte in der Gefäßchirurgie?
Dr. Imig: Die Gefäßchirurgie war ursprünglich eine Kriegschirurgie. Heute beschäftigt sie sich vor allem mit Folgen von Zivilisationskrankheiten. Der Mensch schädigt sich durch Rauchen, zu fettes Essen und Übergewicht. Dazu kommt die genetische Komponente. Das heißt: Wer sehr ungesund gelebt hat und keine guten Gene von seinen Eltern vererbt bekommt, muss mit 40 oder 45 Jahren mit verschlossenen Gefäßen rechnen. Für diese Patienten kann die Medizin durch moderne Medikamente und OP-Techniken eine Menge tun. Albert Einstein ist an einem geplatzten Gefäß gestorben. Heute hätte er dank des Einsatzes einer Kunststoffprothese wahrscheinlich überlebt.
Prof. Dr. Herbert Imig (Bild) ist Sekretär der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) in Berlin.
Von Klaus Hilkmann
Frage: Was muss man sich unter Gefäßchirurgie vorstellen?
Dr. Imig: Gefäße sind Blutadern, die wir als Arterien und Venen bezeichnen. Gefäßerkrankungen inklusive Erkrankungen des Herzens sind in Deutschland die Todesursache Nummer 1. Herzerkrankungen werden vom Herzchirurg operiert. Die Gefäßchirurgen sind für die anderen Gefäßerkrankungen zuständig. Besonders gefährlich sind die Erkrankungen der Arterien, die unter anderem zum Raucherbein führen können. Die Erkrankungen der Venen machen sich häufig durch Krampfadern bemerkbar, die zwar unangenehm, aber nur selten lebensbedrohlich sind.
Frage: Worunter leiden Raucherbein-Patienten?
Dr. Imig: Sie haben große Schmerzen beim Gehen, weil ihre Gefäße in Folge des Rauchens verstopft sind. Wenn deshalb nicht genügend Blut fließt, wird der Körper nicht ausreichend mit lebensnotwendigem Sauerstoff versorgt und die Zelle stirbt ab. Im Extremfall gibt es bei fortgeschrittenen Krankheitsbildern immer wieder Fälle, wo man nicht um eine Amputation herumkommt.
Frage: Wie groß sind die Fortschritte in der Gefäßchirurgie?
Dr. Imig: Die Gefäßchirurgie war ursprünglich eine Kriegschirurgie. Heute beschäftigt sie sich vor allem mit Folgen von Zivilisationskrankheiten. Der Mensch schädigt sich durch Rauchen, zu fettes Essen und Übergewicht. Dazu kommt die genetische Komponente. Das heißt: Wer sehr ungesund gelebt hat und keine guten Gene von seinen Eltern vererbt bekommt, muss mit 40 oder 45 Jahren mit verschlossenen Gefäßen rechnen. Für diese Patienten kann die Medizin durch moderne Medikamente und OP-Techniken eine Menge tun. Albert Einstein ist an einem geplatzten Gefäß gestorben. Heute hätte er dank des Einsatzes einer Kunststoffprothese wahrscheinlich überlebt.
Prof. Dr. Herbert Imig (Bild) ist Sekretär der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) in Berlin.
