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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Erfahrung ist entscheidend

28.09.2017
Prof. Dr. Andreas Böning (Bild) ist Direktor der Klinik für Herz-, Kinderherz- und Gefäßchirurgie im Universitätsklinikum Gießen und Marburg.
Frage: Wie wichtig ist der gesundheitliche Zustand für die Wahl des Verfahrens?
Böning: Der präoperative Gesundheitszustand spielt bei der Wahl des Verfahrens keine Rolle. Entweder entscheidet man sich prinzipiell für oder gegen den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine (HLM). Die Auswahl von Hochrisikopatienten für die Bypass-OP ohne HLM führt nicht dazu, dass man bei diesen Patienten bessere Ergebnisse erzielen kann. Nur wenn ein Herzchirurg die Bypass-OP ohne HLM routinemäßig durchführt und wirklich beherrscht, wird er eine ebenso gute Bypass-Haltbarkeit wie mit HLM erzielen.
Frage: Wann ist die OP mit HLM die bessere Wahl?
Böning: Auch in Herzzen­tren mit einem hohen Anteil von Bypass-Chirurgie ohne HLM werden Patienten mit instabilen Kreislaufverhältnissen – zum Beispiel bei einem akuten Herzinfarkt – häufig doch mit HLM operiert. Nach meiner Meinung sorgt die HLM dafür, dass sich der Operateur ganz auf die Bypass-OP konzentrieren kann. Nur erfahrene Herzchirurgen, die jeden Tag Bypass-OP’s ohne HLM durchführen, können die gleiche Qualität der Bypass-Anschlüsse am bewegten, durchbluteten Herzen erzeugen.
Frage: Sind optimierte Verfahren in der wissenschaftlichen Pipeline?
Böning: Die weitere Optimierung spielt sich derzeit im technischen Bereich ab. Minimierte HLM-Versionen sind in vielen Kliniken bereits Standard bei Bypass-Operationen. Ich führe diese Eingriffe mit einer sogenannten Mini-Maschine durch.
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