Oldenburg - Die 2009 festgestellte Diagnose Lungenkrebs war für Linda Herrmann weniger ein Schock als ein Anstoß, mit aller Kraft gegen die schwere Erkrankung anzukämpfen. Dank der im Oldenburger Pius-Hospital umgehend eingeleiteten Behandlung ist es gelungen, den fast vier Zentimeter großen Tumor so weit zu verkleinern, dass er zurzeit keine größeren Probleme mehr verursacht.
Die Behandlung war so erfolgreich, dass der verbliebene Tumorrest seit 2012 nur noch zweimal im Jahr im Rahmen einer Kontrolluntersuchung beobachtet werden muss. „Ich habe Glück gehabt und versuche nun anderen Krebs-Betroffenen zu helfen, damit auch sie Hoffnung und Lebensmut zurückgewinnen.“ Linda Herrmann ist eine der Ansprechpartnerinnen der Oldenburger Lungenkrebs-Selbsthilfegruppe, die sich jeden dritten Dienstag im Monat von 15.30 bis 18 Uhr in der Oldenburger BeKoS, Lindenstraße 12a, trifft. Neue Mitglieder sind stets auch ohne Anmeldung willkommen, betont die 74-jährige Oldenburgerin. Neben einem Erfahrungsaustausch über die Erkrankung bietet die Gruppe auch wertvolle Informationen und Tipps unter anderem über Behandlungsmöglichkeiten und Pflegeangebote.
Linda Herrmann hat selbst erfahren, dass Gespräche mit anderen Betroffenen gerade in der Krise wichtig sind. So sei die Zeit der Strahlen- und Chemotherapie wegen der unangenehmen Nebenwirkungen auch für sie sehr schwer gewesen.
