Essen - Bei der TCM- Diagnostik steht für den Arzt als Erstes das Kennenlernen des Patienten im Vordergrund. In einem Erstgespräch werden alle wichtigen Informationen und Befunde zum Beschwerdebild zusammengetragen und bewertet. Von besonderem Interesse sind dabei neben der Krankheitsgeschichte und den bislang durchgeführten Therapien auch Angaben über das psychosoziale Umfeld sowie den Lebensstil – inklusive der Stressfaktoren, die für ein Ungleichgewicht sorgen.
Für die Behandlung nach TCM-Richtlinien ist zudem die Beurteilung von Puls und Zunge wichtig, schreibt das Institut für Naturheilkunde, Traditionelle Chinesische und Indische Medizin an den Kliniken Essen-Mitte. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse werde ein Therapievorschlag mit einem für jeden Patienten individuell definierten Behandlungsziel erarbeitet.
Die Behandlung wird je nach Art und Ausprägung der Erkrankung zu einem späteren Zeitpunkt eingeleitet. Etwa bei Rückenschmerzen ist oft eine ambulante Therapie möglich, die auf Akupunktur setzt. Bei anderen Erkrankungen kann auch ein stationärer Aufenthalt oder die Zusammenarbeit mit anderen Klinik-Abteilungen und/oder einem niedergelassenen Arzt sinnvoll sein. So gehöre zu einer integrativen Therapie, dass bislang wirksame Therapiestrategien aus der klassischen Schulmedizin in das Konzept integriert werden. Das bedeute unter anderem auch, dass für die Behandlung nötige Medikamente nicht plötzlich abgesetzt werden.
