Oldenburg - Eltern sollten bei ihren Kindern vor allem dann genau auf das Essverhalten achten, wenn diese sich plötzlich für eine Diät entscheiden. Alarmzeichen für eine mögliche Essstörung sind zum Beispiel die Weigerung, an gemeinsamen Mahlzeiten teilzunehmen, oder ein extrem langsames Ess-Tempo, betont die Ärztin Anke Lambrecht. Das Gleiche gelte, wenn dauernd das Gewicht kontrolliert wird oder der betroffene Jugendliche zwar gern die Familie bekocht, aber nicht am Essen teilnehmen möchte. Jungen leiden seltener an Magersucht oder Bulimie. Sie neigen eher dazu, an einer Orthorexie zu erkranken, die von einer zwanghaft gesunden Ernährung und extremer sportlicher Aktivität geprägt ist.