Oldenburg - Bei der Alzheimer-Demenz sind physiologisch Eiweißablagerungen im Gehirn für das Absterben von Nervenzellen und Nervenzellkontakten verantwortlich. Ursache ist eine Stoffwechselstörung, die dazu führt, dass bestimmte Eiweißstoffe im Gehirn nicht mehr abgebaut werden. Dies bewirkt, dass die betroffene Zelle abstirbt, erklärt Dr. Thomas Brieden. Unter dem Mikroskop sind Areale abgestorbener Zellen als sogenannte Plaques sichtbar. Von dem zerstörerischen Prozess sind meistens vor allem die Gehirnregionen betroffen, die für das Gedächtnis und die Persönlichkeitsbildung verantwortlich sind.
Wenn die Erkrankung erst einmal begonnen hat, setzt sie sich immer weiter fort. Es werden immer mehr Zellen angegriffen und zerstört. Da abgestorbene Zellen unwiederbringlich verloren sind, kommt es bei der Alzheimer-Behandlung insbesondere darauf an, den Zerstörungsprozess zu verlangsamen und die in den jeweiligen Hirnregionen verbliebenen Zellen so gut wie möglich nutzbar zu machen. Dafür können heute verschiedene gut wirksame Medikamente eingesetzt werden.
Auch der Patient kann eine Menge zu einer erfolgreichen Therapie beitragen – nicht nur mit der konsequenten und disziplinierten Einnahme der vom behandelnden Arzt oder Psychiater verordneten Medikamente. Sehr hilfreich kann auch der Einbau einfacher Übungen in den Alltag sein, mit denen sich das Gedächtnis und die Koordination trainieren lassen.
