Westerstede - Ein diabetischer Fuß entsteht meistens in Folge einer Veränderung der Gefäße. Oft sorgen dann zu enge oder drückende Schuhe dafür, dass sich etwa an den Fersen oder Zehen zunächst noch kleine Wunden bilden. Da das Schmerzempfinden bei Menschen mit einem Diabetes mellitus verringert ist, bleibt die Wunde oft unbemerkt und wird erst entdeckt, wenn sich eine offene Stelle gebildet hat, an der sich nicht selten auch eine Infektion ansiedelt. „Häufig führen schon kleine Verletzungen zu folgenreichen Schäden“, betont Dr. Stefan Nordbruch.
Diabetiker sollten regelmäßig ihre Füße untersuchen lassen und Wunden beim Arzt oder Therapeuten vorstellen. Bei der Auswahl ihres Schuhwerks sollten sie sich von einem orthopädischen Schumacher beraten und mit Einlagen versorgen lassen.
Bei der Reinigung einer chronischen Wunde müssen neben Fremdkörpern auch tote Gewebereste entfernt werden. Anschließend muss die Wunde durch einen fachgerecht angebrachten Verband vor Infektionen geschützt werden. Oft gelingt es, dass sich eine gut versorgte Wunde auch noch nach vielen Jahren von selbst wieder schließt. Es kann aber auch sein, dass eine operative Behandlung erforderlich ist.
