Friesoythe - Mit dem Body-Mass-Index lässt sich leicht errechnen, wie groß der Körperfettanteil ist. Dabei wird der Quotient aus Körpergewicht und Körpergröße zum Quadrat genommen. Ein 1,80 Meter großer Mann, der 100 Kilogramm wiegt, hat somit ein BMI von knapp 31, was einem Adipositas-Grad I entspricht.

Bei der Behandlung einer Adipositas-Erkrankung ist der BMI zwar ein entscheidendes, aber längst nicht das einzige Kriterium. Um eine erfolgversprechende Therapie einleiten zu können, muss zunächst mit einer sorgfältigen Anamnese aufgeklärt werden, seit wann der Patient übergewichtig ist und ob es körperliche bzw. psychische Begleit- oder Folgeprobleme gibt. Auf dieser Grundlage kann der Arzt gemeinsam mit dem Patienten einen auch von der jeweiligen Motivation und Leistungsfähigkeit abhängigen Therapieplan entwickeln.

Spätestens ab einem BMI von 50 ist davon auszugehen, dass ein relevanter Abbau von Übergewicht nur mithilfe eines chirurgischen Eingriffs möglich ist, erklärt Dr. Ralf Weise. Ziel ist, durch eine professionelle Behandlung – wenn nötig mit operativen Eingriffen am Darm und Magen – das gesundheitsschädliche Bauchfett signifikant zu reduzieren. In Adipositas-Zentren erfolgt zuvor eine intensive Schulung, bei der insbesondere Infos und Übungen für einen gesünderen Lebensstil im Fokus stehen.