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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Handgelenksbruch: Wenn die Funktion verloren ist

29.09.2020

Friesoythe Das aus zwei Bereichen bestehende Handgelenk verbindet die Hand mit dem Unterarm. Es ermöglicht uns, dass wir die Hand jederzeit kontrolliert nach oben, unten zur Seite und im Kreis bewegen können. Der obere Gelenkteil stellt eine flexible Verbindung zwischen dem Unterarmknochen und den Handwurzelknochen Kahnbein, Mondbein und Dreiecksbein her. Bei dem weniger gut beweglichen unteren Teil des Handgelenks handelt es sich um einen wie ein S geformten Spalt zwischen den zwei Reihen der Handwurzelknochen.

In beiden Gelenkbereichen trägt ein komplexes Bänder- und Sehnengeflecht zur Beweglichkeit und Stabilität bei. Zudem ist ein durch die Handgelenke bis in die Fingerspitzen reichendes Nervensystem daran beteiligt, dass wir die Hände inklusive der Finger für eine Vielzahl unterschiedlicher Tätigkeiten einsetzen können. Ob und wie gut das Halten, Tragen und Zugreifen mit der Hand funktioniert,hängt entscheidend von der Gesundheit und Beschaffenheit der Handgelenke ab.

Eine Handgelenksfraktur führt nicht nur zu starken Schmerzen, Schwellungen und Gefühlsstörungen in dem verletzten Bereich. Der Bruch hat auch einen erheblichen, sofort spürbaren Kraft- und Funktionsverlust zur Folge. „In vielen Fällen kann die betroffene Hand von jetzt auf gleich gar nicht mehr eingesetzte werden“, berichtet Dr. Michael Renno. Der Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie im St. Marien-Hospital Friesoythe führt mit seinem Team pro Jahr bis zu 100 Handgelenk-Operationen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch.

Fraktur der Speiche

Als häufigste Handgelenksverletzung nennt die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie mit einem Anteil von rund 25 Prozent den handgelenksnahen Speichenbruch. Bei dieser medizinisch als distale Radiusfraktur bezeichneten Verletzung kommt es wenige Zentimeter vom eigentlichen Handgelenk entfernt zu einem Bruch der Speiche. Wenn der Knochen zur Handinnenfläche hin verschoben ist, liegt eine Flexionsfraktur vor. Bei der deutlich häufigeren Extensionsfraktur tritt der Bruch in Richtung des Handrückens auf. Typische Ursache dafür ist ein Sturz, den man mit der nach unten gestreckten Innenfläche der Hand abzufangen versucht.

Der Handgelenksbruch ist bei Menschen die am häufigsten auftretende Fraktur. Kinder und ältere Menschen über 60 Jahre sind besonders oft betroffen. Der handgelenksnahe Speichenbruch entsteht bei körperlich gesunden jüngeren Menschen meistens, wenn große Kräfte auf die betroffenen Strukturen einwirken.

Unglückliche Bewegung

Im höheren Lebensalter kann die Verletzung mitunter schon nach einem leichten Aufprall oder einer unglücklichen Bewegung entstehen. Das gilt insbesondere dann, wenn die Knochenstruktur durch eine Osteoporose oder andere degenerative Prozesse geschwächt ist.

Eine starke Schwellung und Fehlstellung sowie vor allem bei Drehungen der Hand auftretende Schmerzen sind Anzeichen einer Handgelenksverletzung. Zur Diagnostik zählt neben einer körperlichen Untersuchung auch die Schilderung des Unfallgeschehens, wobei am wichtigsten ist, ob der Aufprall mit der Innenseite oder dem Rücken der Hand erfolgt ist. Ob und wo die Fraktur entstanden ist, lässt sich mittels einer Röntgenuntersuchung aufklären. Falls der Verdacht auf eine Verletzung des Bandapparats vorliegt, kann eine Kernspintomographie sinnvoll sein..

NWZonline.de/gesundheit
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