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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Op-Verfahren: Versteifung oder Implantat-Einsatz möglich

16.04.2019

Friesoythe Ein infolge einer Arthrose zerstörter Gelenkknorpel kann nicht von selbst regenerieren. Abgesehen von den Schmerzen haben viele Patienten das Problem, dass sich der erkrankte Finger nur noch stark eingeschränkt oder gar nicht mehr einsetzen lässt. Oft führt die Luxation der Endgelenke zur Instabilität und zum Wegklappen des Gelenks. Betroffene können den im Alltag benötigten Spitzgriff nicht mehr anwenden und tun sich zunehmend schwer, Gegenstände des täglichen Bedarfs nutzen zu können.

in diesen Fällen können der Patient und der Arzt gemeinsam zu dem Ergebnis kommen, dass eine konservative Behandlung nicht mehr ausreicht. Bei den Fingerendgliedern hat sich die Versteifung des Endgelenks als OP-Verfahren bewährt, berichtet Dr. Michael Renno. Bei dem pro Finger rund 30 Minuten dauernden, unter Vollnarkose durchgeführten Eingriff wird das schmerzauslösende Gewebe entfernt und das Gelenk mit einer Schraube oder einem Draht in einer leichten Beugung fixiert. Nach dem Eingriff wird der Finger für zwei bis drei Monate mit einer Schiene ruhig gestellt. Anschließend kann der Finger trainiert und zumeist nach einiger Zeit uneingeschränkt eingesetzt werden.

Bei der OP eines Arthrose-geschädigten Fingermittelgelenks kann neben der Versteifung auch der Einsatz einer Prothese sinnvoll sein. Dabei wird unter Betäubung des Arms oder unter Vollnarkose das zerstörte Gelenk beseitigt und das Implantat eingesetzt.

NWZonline.de/gesundheit
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