Um diesen Artikel zu lesen, schließen Sie eines unserer Angebote ab oder loggen sich als Abonnent ein. Alle Inhalte auf NWZonline und in der NWZ-Nachrichten-App stehen Ihnen dann uneingeschränkt zur Verfügung.
Ursula Geller (Bild) ist Pflegedirektorin des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg.
FRAGE:
Welche Erfahrungen haben Sie mit Absolventen des Studiengangs Bachelor of Nursing gemacht?
GELLER
: Sehr gute, weil sie mit neuen und guten Ideen frischen Wind in den Berufsalltag bringen. Hintergrund ist, dass die Mitarbeiter in der Pflege fachlich schon sehr gut ausgebildet sind. Aber es tauchen oft Defizite auf, wenn es um Projekte etwa zur Problembearbeitung oder zur Prozessoptimierung geht. Der Studiengang ist darauf ausgerichtet, dass die Mitarbeiter für genau diese Bereiche selbstständig Lösungen erarbeiten. In der Praxis bewährt sich das sehr gut.
FRAGE:
Können Sie das an einem Beispiel erklären?
GELLER
: Die durch das Studium qualifizierten Mitarbeiter gehen jetzt erfolgreich Probleme an, die sie vorher schon wahrgenommen, dessen Lösung sie sich bislang aber nicht zugetraut haben. Darüber hinaus gibt es deutlich mehr Anregungen etwa für die Verbesserung der internen Kommunikation und des Pflegemanagements – inklusive konkreter Vorschläge für Verbesserungen. Als Positivbeispiel fällt mir etwa ein Mitarbeiter ein, der durch das Studium verschiedene Führungsqualitäten für sich entdeckt hat.
FRAGE:
Wie wählen Sie die Bewerber aus?
GELLER
: Rechtzeitig vor dem nächsten Studienbeginn schreiben wir ein Bewerbungsverfahren aus, an dem sich Mitarbeiter aus allen Pflegebereichen beteiligen können. Unter den Bewerbern sind sowohl Mitarbeiter aus der Leitungsebene, die sich weiterqualifizieren möchten, als auch andere Mitarbeiter, die sich beruflich und persönlich entwickeln möchten.