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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Für das Leben mit dem Baby

16.03.2010

OSNABRüCK „Dank der hervorragenden medizinischen Versorgung sowie der Verbesserung der Lebensverhältnisse und Hygiene ist die Zahl der für Mutter und Kind gefährlichen Komplikationen hierzulande sehr niedrig“, berichtet Prof. Dr. Claudia Hellmers. Sie ist Professorin für Hebammenwissenschaften in dem bundesweit ersten Studiengang „Midwifery“ für Hebammenwissenschaften, der im Wintersemester 2008/2009 an der Fachhochschule Osnabrück eingerichtet wurde.

Ziel der praxisnahen, ausbildungsergänzenden Hochschulausbildung ist ein Ausbau der wissenschaftlichen Kompetenz. Mit der im Hebammen-Studium erworbenen Zusatz-Qualifikation sollen bislang ungenutzte Ressourcen und Potenziale des Hebammenwesens erkannt und genutzt werden.

Praktische Arbeit

Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist entweder eine bereits abgeschlossene Ausbildung zur Hebamme und eine erfolgreiche Einstufungsprüfung oder der Besuch einer staatlich anerkannten, mit der FH kooperierenden Hebammenschule. Die jungen Frauen lernen im ersten Teil des Studiums u. a., wie man die Erkenntnisse wissenschaftlicher Studien bewerten und in die praktische Arbeit integrieren kann. Ein weiteres Lehrmodul beschäftigt sich mit dem Thema Beziehungsgestaltung und Kommunikation, erklärt Prof. Dr. Hellmers: „Hier wird zum Beispiel der Aufbau einer zugleich professionellen und vertrauensvollen Beziehung mit Schwangeren und werdenden Müttern geübt.“

Der Lehrinhalt umfasst während der ersten drei Semester eine Präsenszeit von jeweils zwei bis drei Semesterwochenstunden und kann von berufsqualifizierten Hebammen durch eine Eingangsprüfung nachgewiesen werden. Damit erfolgt die Zulassung zum zweiten Lernabschnitt, der – im Erfolgsfall – nach weiteren drei Semestern mit dem wissenschaftlichen Bachelor-Abschluss beendet wird. Im Studiengang „Midwifery“ studieren derzeit insgesamt etwa 120 Studentinnen.

Familienplanung wichtig

Die Themen des zweiten Studienabschnitts reichen von aktuellen internationalen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Betreuungskonzepten bis zu Grundlagen in Recht. „Die Absolventinnen sollen durch die Kombination von Praxiswissen und wissenschaftlichen Grundlagen möglichst gut auf alle relevanten Tätigkeitsbereiche rund um die Geburt vorbereitet sein“, so Prof. Dr. Hellmers.

Die Einrichtung des Studiengangs für Hebammenwissenschaften sei auch eine Reaktion auf das immer komplexer werdende Anforderungsprofil. Der Rat einer Hebamme sei heute für viele junge Frauen schon bei der Familienplanung wichtig. Manche junge Familien werden vom ersten Gespräch über eine mögliche Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit von der gleichen Hebamme ihres Vertrauens begleitet. Um all diesen Anforderungen gerecht werden zu können, muss man nicht nur wissen, was bei einer Geburt zu tun ist. Man muss auch vermitteln können, was davor und danach für Mutter und Kind wichtig sein kann, so Prof. Dr. Hellmers: „Die Bedürfnisse der Frauen und jungen Familien stehen im Mittelpunkt. Letztlich geht es darum, sie möglichst gut auf die Geburt und das Leben mit dem Baby vorzubereiten.“

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