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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Für Typisierung 22 000 Euro gespendet

01.03.2017

Cloppenburg Einen Spendenscheck über exakt 22 136,02 Euro hat am Dienstag die Vorstandsvorsitzende des Vereins Leukin (Rhauderfehn), Anna Fennen, im Cloppenburger Hotel Taphorn der DKMS-Stiftung überreicht. „Wir sind stolz darauf, dass wir seit mehr als 20 Jahren gemeinsame Arbeit leisten können. Das ist bundesweit einmalig“, so DKMS-Vertreterin Bettina Steinbauer (Köln).

Das Geld soll den restlichen Teil der Kosten für die Typisierungsaktion zugunsten von Lina aus Cloppenburg decken. Die Dreijährige ist an Blutkrebs erkrankt und hat glücklicherweise inzwischen einen Stammzellspender gefunden. Nachdem die weltweite Suche zunächst erfolglos geblieben war, hatte sich eine Initiativgruppe unter dem Namen „Lina sucht ihren Helden“ zwei Tage vor Weihnachten 2016 an die Öffentlichkeit gewandt. Was folgte, war eine große Resonanz in der Bevölkerung. Unter anderem waren am 21. Januar exakt 2208 Frauen und Männer in die BBS Technik am Lankumer Ring in Cloppenburg gekommen, um sich typisieren zu lassen.

So wanderten am 21. Januar circa 24 000 Euro in die Spenden-Boxen. Durch Zuwendungen im Vorfeld und im Nachgang waren so insgesamt circa 65 000 Euro auf dem Spendenkonto der Aktionsgruppe eingegangen.

Spenden seien für die DKMS besonders wichtig, schließlich koste eine Typisierung die DKMS 40 Euro, betonte Steinbauer. Damit lagen die Kosten für die Typisierungsaktion am 21. Januar bei rund 88 000 Euro.

„Mein besonderer Dank geht an die Bevölkerung. Wir können nur arbeiten, wenn wir Spenden bekommen“, ergänzte Fennen. Deshalb sei es besonders wichtig, immer wieder Vorurteile gegenüber Typisierungen abzubauen und neue potenzielle Spender zu gewinnen.

Einer dieser Spender, Stefan Siemer (37) aus Cloppenburg, wurde von Steinbauer und Fennen am Dienstag mit einer Urkunde und kleinem Präsent ausgezeichnet. Der Krankenpfleger aus Cloppenburg erhielt im August 2014 einen Anruf von der DKMS, dass er als genetischer Zwilling für eine 39-jährige – an Blutkrebs erkrankte – Niederländerin infrage kam. „Natürlich hatte ich nach dem ersten Anruf Angst. Die Nervosität hielt bis zum Termin der Spende an. Als ich dann vor Ort war, ging alles wie von selbst. Die Betreuung war ausgezeichnet. Ich würde es jederzeit wieder tun“, so der 37-Jährige, der vor Spritzen am eigenen Körper eigentlich große Angst hat.

Auch die BBS am Museumsdorf war von der Aktion für Lina so begeistert, dass sich die Schüler dazu entschlossen haben, ebenfalls eine Typisierungsaktion durchzuführen. Im Rahmen eines wissenschaftliches Projekts der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales liefen die Schüler bereits Apotheken, Autohäuser und Geschäfte in Cloppenburg ab, um Spenden zu sammeln. Marie Holten von der BBS am Museumsdorf rechnet mit circa 900 Schülern, die sich am 7. April an der Typisierungsaktion beteiligen wollen->