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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Wenn der Puffer gerissen ist

11.02.2019

Ganderkesee Die Schulter ist im Alltagsleben fast permanent gefordert. Sie schwingt beim Gehen automatisch mit, passt sich der Schlafposition an und sorgt mit ihrer fein abgestimmten Motorik dafür, dass die Arme nach vorn und hinten, oben und unten sowie zur Seite bewegt werden können. Eine funktionsfähige Rotatorenmanschette nimmt im Schultergelenk die Aufgabe wahr, den Oberarmknochen in der Gelenkpfanne zu halten und wie ein verbindender Puffer für Stabilität in dem extrem beanspruchten Gelenk zu sorgen. Die Manschette besteht aus vier verschiedenen, bei Erwachsenen jeweils zehn bis 15 Zentimeter langen Muskeln, die zum Oberarmkopf hin in einen rund drei bis vier Zentimeter langen Sehnenanteil übergehen.

Ein teilweiser oder kompletter Riss der Rotatorenmanschette macht sich je nach Art und Ausmaß vor allem durch belastungs- und positionsabhängige Schmerzen bemerkbar. Besonders stark sind die Beschwerden oft bei körperlichen Aktivitäten, die mit einem seitlichen Anheben des Arms verbunden sind. Es kann aber auch nachts – also im Ruhezustand – zu mehr oder weniger starken Schmerzen kommen.

Keine Heilung von selbst

Wenn der Leidensdruck erträglich ist, leben Betroffene mitunter lange Zeit mit entsprechenden Symptomen. Da eine Schädigung nicht von selbst ausheilen kann, wird sich das Problem immer weiter verschlimmern, berichten die Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie im MVZ Ganderkesee, Dr. Olaf Reiners und Dr. Ralph Wallinger: „Es kann dann schnell zu sehr unangenehmen chronischen Beschwerden, kommen, die den Alltag zur Qual machen.“ Im schlimmsten Fall bildet sich eine gerissene Rotatorenmanschette so weit zurück, dass sie ihre Funktion als Pufferzone zwischen Oberarmknochen und Schulterblatt nicht mehr erfüllt. Als Folge versteift sich das Schultergelenk. Ansonsten gewohnte Bewegungen sind dann allenfalls noch eingeschränkt und unter großen Schmerzen möglich.

Ein Riss der Rotatorenmanschette entsteht in der Regel im Bereich der Sehne. Dafür verantwortlich können Verschleiß oder ein akutes Trauma sein, das durch Überlastung oder einen Stoß verursacht werden kann. Eine etwa durch jahrelange Überkopfaktivitäten im Beruf oder Sport entstandene Schädigung erhöht das Verletzungsrisiko, sodass der Verschleiß und ein Akut-Vorfall gemeinsam zu dem Riss beitragen können. Das Risiko für eine Ruptur nimmt ab dem 30. Lebensjahr zu, wobei Männer häufiger als Frauen betroffen sind.

Bei der Diagnostik steht zunächst eine ausführliche Anamnese im Vordergrund, bei der die Art und der Verlauf der Beschwerden genau geschildert werden. Zur Untersuchung gehört zudem ein Funktionstest, bei dem der Patient unter Anleitung des Arztes verschiedene Armbewegungen durchführt.

Sichere Diagnose

Weitere Erkenntnisse lassen sich durch Röntgen- und Ultraschallaufnahmen gewinnen, mit denen Schädigungen der Sehne und anderer Strukturen im Schultergelenk sichtbar gemacht werden können. „Meistens kann man damit schon mit großer Sicherheit feststellen, ob die Rotatorenmanschette geschädigt ist“, betont Dr. Wallinger. Mit einer MRT-Untersuchung lässt sich ein Verdacht dann zuverlässig sicherstellen.

Die Behandlung eines Rotatorenmanschettenrisses ist je nach Ausmaß und Leidensdruck konservativ – vor allem mittels Physiotherapie – oder durch einen operativen Eingriff möglich. Die konservative Therapie zielt in erster Linie darauf ab, die Schmerzen in den Griff zu bekommen und umliegende Muskeln so weit zu stärken, dass sie die Funktion der gerissenen Sehne zumindest zum Teil übernehmen können. Eine vollständige Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit lässt sich so aber meistens nicht erzielen. Anders ist das mit einer OP, bei der die Sehne genäht und durch einen feinen Anker mit dem Oberarmknochen verbunden wird.

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