Vechta - Kinder im Säuglingsalter profitieren besonders von dem Sicherheitsgefühl, das ihnen durch die Nähe und den Kontakt zu den Eltern vermittelt wird. Bei gesundheitlichen Problemen – etwa infolge der Dreimonatskoliken – kann neben einer vom Arzt verordneten und kontrollierten medikamentösen Behandlung auch ein kindgerechtes Umfeld zur Besserung beitragen, berichtet der Kinderarzt Albert Storcks: „Wichtig ist vor allem ein fester Tagesablauf mit immer wiederkehrenden Ritualen.“
Dazu gehört zum Beispiel, dass die Mutter ungestört stillen kann. Die Eltern sollten ihr Kind aufmerksam beobachten und mit dem Säugling kommunizieren. Hautkontakt genießen alle Babys, was auch für Papas Bauch gilt. Hilfreich könne auch sein, den Säugling zu festen Zeiten ins Bett zu bringen und ihm jeden Abend das gleiche Gute-Nacht-Lied vorzusingen, betont Albert Storcks: „Das gibt dem Kind Geborgenheit und Sicherheit, so dass Angst und Stress erst gar nicht als Problemauslöser auftreten.“ Wichtig sei auch, dass sich durch ein Schreibaby geforderte Eltern gegenseitig unterstützen. Bei Anzeichen für eine Überforderung sollten sie sich rechtzeitig um qualifizierte Hilfe bemühen.
Im Alltag kann man einen Säugling zwar nicht vor praktisch überall vorhandenen Krankheitserregern schützen. Helfen könne aber etwa, dass Wert auf eine gute Händehygiene gelegt wird. Aufs Händeschütteln sollte man verzichten. Nicht zuletzt sollte man beachten, dass frische Luft auch Säuglingen gut tut.
