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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

St.-Josefs-Hospital: Gefäßkrankheiten im Fokus

18.01.2017

Cloppenburg Rund 300 Gäste haben Professor Dr. Joachim Schrader, Ärztlicher Direktor des St.-Josefs-Hospitals, und Geschäftsführer Lutz Birkemeyer am Montagabend in der Stadthalle zum dritten „Forum Medizin“ begrüßt. Schwerpunktthema waren Erkrankungen der Blutgefäße.

„40 Prozent aller Todesfälle in Deutschland lassen sich auf Herz- und Kreislauferkrankungen zurückführen und sind damit die häufigste Todesursache“, unterstrich Dr. Rainer Grove, Chefarzt der Kardiologie, die Bedeutung des Themas. In seinem Vortrag ging er auf die Ursachen, Therapien und die Vorbeugung eines Herzinfarktes ein.

Schrader referierte über die Risiken einer Arterienverkalkung und gab wichtige Tipps zur Vorbeugung. Allein ein paar Zahlen machten den Besuchern die Bedeutung des Gefäßsystems deutlich: Die Arterien und Venen im menschlichen Körper haben eine durchschnittliche Länge von circa 100 000 Kilometern, und das Gefäß-Endothel (die innerste Wandschicht von Lymph- und Blutgefäßen) hat eine Fläche von bis zu 7000 Quadratmetern. Eine Schädigung des Endothels kann zur „Verkalkung“ der Blutgefäße sowie langfristig zum Schlaganfall und zum Herzinfarkt führen. Zu den Risikofaktoren gehören neben einer genetischen Veranlagung auch hohe Cholesterin-Werte, Diabetes, Rauchen, Bewegungsmangel, negativer Stress und vor allem Bluthochdruck. Besonders gefährlich sei es, wenn mehrere Risikofaktoren zusammentreffen würden, warnte der Mediziner. Dann würde sich das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um das 20-fache potenzieren. Ein erhöhter Blutdruck und hohe Cholesterin-Werte könnten langfristig zu einem Schlaganfall und zu Demenz führen, warnte Schrader und empfahl Betroffenen, diese Faktoren behandeln zu lassen. Zudem seien gesunde Ernährung, geistige Betätigung, der Verzicht auf das Rauchen und regelmäßiger Sport die wichtigsten Maßnahmen, um die eigene Gesundheit zu schützen.

Dr. Andreas Pfeiffer vom Evangelischen Krankenhaus Oldenburg, der – wie berichtet – zum 1. Mai ans St.-Josefs-Hospital wechselt, sprach über die Schwierigkeiten bei der Diagnose und Behandlung von Schlaganfällen. Ein entscheidender Faktor bei einem Schlaganfall sei die Zeit, denn jede Sekunde, die verstreiche, bedeute das Absterben weiterer Gehirnzellen.

„Auch die Schaufensterkrankheit ist eine Folge von schweren Durchblutungsstörungen und Gefäßverschlüssen in den Beinen“, erläuterte Dr. Nicole Bogun, Chefärztin der Angiologie. Mit Hilfe hoch spezialisierter Ultraschallgeräte und radiologischer Technik könnten Gefäßerkrankungen diagnostiziert werden. Bei der Behandlung hätten die Ärzte im St.-Josefs-Hospital gute Erfolge erzielt mit interventionellen Methoden, bei denen Ballonkatheder oder Stents in die Gefäße eingesetzt werden, sowie durch operative Methoden wie der Verlegung von Bypässen. Möglich sei auch eine Kombination beider Methoden. Wie diese Behandlungen durchgeführt werden, erläuterte der Chefarzt für Gefäßchirurgie, Dr. Wojciech Klonek.

NWZonline.de/gesundheit
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