Oldenburg - Zu einer erfolgsversprechenden Therapie gehört für Menschen mit einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung neben der medikamentösen und wenn nötig auch operativen Behandlung eine kritische Überprüfung des Lebensstils. Als Erstes müssen Pankreas-Patienten konsequent auf Alkohol und Nikotin verzichten.
Neben Rauchen und Trinken hat bei vielen Betroffenen eine zu fettreiche Ernährung – häufig verbunden mit erheblichem Übergewicht – an der Entstehung der Erkrankung mitgewirkt, berichtet Dr. Navid Tabriz, Facharzt in der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie des Pius-Hospitals Oldenburg: „Eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie und kann oft zur Verringerung der Beschwerden führen.“ Für Pankreas-Patienten im Pius-Hospital sei daher eine Ernährungsberatung mit individuellen Alltagstipps ein wichtiger Teil der Behandlung.
Gute Erfahrungen machen die Mediziner auch mit dem Einsatz von Physiotherapie nach Krebsoperationen. Erste Ergebnisse einer derzeit im Pius-Hospital laufenden Pilotstudie zeigen, dass die Patienten davon profitieren, wenn sie mittels Physiotherapie möglichst schnell wieder auf die Beine kommen. Mit ersten Bewegungsübungen werde – wenn möglich – bereits kurz nach der Operation begonnen, berichtet Dr. Tabriz: „Ziel der Studie ist es, die Therapie so zu optimieren, dass die Patienten mehr Lebensqualität gewinnen.“ Die einjährige Studie läuft bis Anfang 2017 und werde dann ausgewertet.
