• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Kostenlose Tests bei Kindern auf ihr Diabetes-Risiko

19.01.2018

Hannover Eltern können jetzt in Niedersachsen kostenlos das Diabetes-Risiko ihrer Babys testen lassen. Für die Teilnahme an der Freder1k-Studie benötige der Arzt nur wenige Tropfen Blut, teilte das Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult in Hannover am Donnerstag mit.

Die Studie wird vom Institut für Diabetes-Forschung des Helmholtz Zentrums München koordiniert, die Tests werden auch in Bayern und Sachsen angeboten.

Bundesweit leben etwa 21 000 bis 24 000 Kinder mit Typ-1-Diabetes. Die Häufigkeit der Neuerkrankungen steigt jährlich zwischen drei und fünf Prozent. Die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter basiert auf einer genetischen Veranlagung, wird aber auch durch Umweltfaktoren beeinflusst. An diesem Wochenende kommen in Hannover etwa 250 Experten für Kinderdiabetologie zu einem Kongress zusammen, auf dem die Ergebnisse diverser Studien diskutiert werden.

Bei der Freder1k-Studie sollen europaweit 300 000 Säuglinge beim Neugeborenen-Screening auf ein erhöhtes Diabetes-Risiko getestet werden. Etwa 10 von 1000 Kindern haben Experten zufolge Risikogene. Ihren Eltern wird die Teilnahme an einer Präventionsstudie angeboten.

Die Babys bekommen dann Insulinpulver mit der Nahrung, um das Immunsystem zu trainieren und einen Ausbruch der Krankheit zu verhindern. „Der Körper setzt sich dann mit dem Insulin auseinander und fängt nicht an, gegen diese Bestandteile zu kämpfen“, erläuterte die Diabetologin Olga Kordonouri. Das Verfahren lasse sich mit der Hyposensibilisierung bei Allergien vergleichen.

Seit einem Jahr läuft in Niedersachsen bereits eine andere Studie, bei der ein Diabetes-Früherkennungstest für Zwei- bis Sechsjährige angeboten wird.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hält Tests für alle Babys für problematisch. Vorstandsmitglied Andreas Neu, Kinderdiabetologe am Universitätsklinikum Tübingen, sagte: „Studien zur Früherkennung und Prävention eines Typ-1-Diabetes sind wichtig, weil es sich dabei um eine chronische Erkrankung handelt, die zwar behandelbar, nicht jedoch heilbar ist.“ Weil aber eine sichere Intervention zur Vermeidung der Krankheit nicht existiere, werde ein generelles Screening kritisch beurteilt.

Alles zum Thema Gesundheit finden Sie hier!

NWZonline.de/gesundheit
Alles zum Thema Gesundheit finden Sie hier!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.