HANNOVER - Als Ergänzung zu der vom Arzt verordneten Basistherapie kann bei vielen Rheuma-Formen eine optimierte Ernährung sehr gut zu einer erfolgreichen Behandlung beitragen. Bei den auf die Behandlung von Rheuma-Patienten spezialisierten Medizinern setze sich zunehmend die Einschätzung durch, dass es mit der Gabe von Medikamenten wie Kortison und Schmerzmitteln gegen Entzündungen und Schwellungen allein nicht getan ist.
„Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass die Patienten mit einer selbst verantworteten Zusammenstellung ihres Speiseplans aktiv an einer sinnvollen Therapie beitragen können“, betont Dr. Sabine Fasse aus dem Rheumatologikum in Hannover. Neben der individuell eingestellten Medikation sowie einer professionellen Ernährungs- und Bewegungstherapie benötigen Rheuma-Patienten auch genügend Informationen, um im Alltag besser mit der chronischen Erkrankung umgehen zu können.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass man bestimmte, für Schwellungen und Morgensteifigkeit der Gelenke verantwortliche Entzündungswerte durch die Umstellung der Ernährung deutlich reduzieren kann, so Dr. Sabine Fasse: „Bei vielen Rheuma-Patienten nehmen die Beschwerden dann objektiv nachweisbar ab. Wenn zum Beispiel die Morgensteifigkeit statt einer nur noch eine halbe Stunde lang anhält, empfinden die Betroffenen das natürlich als eine klare Verbesserung.“
