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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Hüftgelenk: Sicherer Halt für den Alltag

14.07.2020

Lohne In Deutschland werden nach aktuellen Zählungen rund 200000 Hüftgelenkersatz-Operationen pro Jahr durchgeführt. Häufigste Ursache ist ein mit zunehmendem Alter fortschreitender (Arthrose)-Verschleiß, der durch verschiedene Faktoren verstärkt wird. Dazu zählen neben dauernden Überlastungen des Halteapparats vor allem starkes Übergewicht und Bewegungsmangel. Die mit einer zunehmenden Gelenkschädigung einhergehenden Beschwerden lassen sich oft zunächst mit konservativen Maßnahmen wie einer dosierten Schmerzmedikation, Physiotherapie und Krafttraining zur Stärkung der Gelenk-umgebenden Muskulatur lindern.

„Für viele Menschen ist das aber keine dauerhafte Lösung, weil sich trotz der Therapie immer wieder starke Schmerzen und oft auch ein Funktionsverlust einstellen“, berichtet der Facharzt für Orthopädie, Dr. Harald Kuhn, Leitender Arzt für Spezielle Orthopädische Chirurgie im EndoProthetikZentrum des St.-Franziskus-Hospitals Lohne.

Leistungsträger der Hüfte

Wenn der individuelle Leidensdruck zu groß werde, könne der Einbau eines Ersatzgelenks die beste Option für den Patienten sein. „Eine moderne Prothese ist ein Leistungsträger für die Hüfte“, so Dr. Kuhn. Nach einer guten Einheilung und Eingewöhnung könne man damit einen großen Teil der Beweglichkeit und Belastbarkeit zurückgewinnen.

Die Qualität der gebräuchlichen Prothesen-Modelle wurde ebenso wie die OP-Verfahren in den letzten Jahrzehnten gezielt verbessert. Ein künstliches Hüftgelenk hat inzwischen eine durchschnittliche Haltbarkeit von rund 15 Jahren, kann aber deutlich länger seine Funktion erfüllen.

Eine Hüftgelenksprothese besteht im Wesentlichen aus einer in das Becken eingepassten Gelenkpfanne und einem in den Oberschenkelknochen eingesetzten künstlichen Schaft. Die beiden häufig aus Titan bestehenden Komponenten können in unterschiedlichen Verfahren eingebracht werden und wachsen in der Regel sicher und fest in die benachbarte Knochenstruktur ein. Nach einer erfolgreichen OP und Reha ermöglicht das neue Kunstgelenk den meisten Patienten ein beschwerdefreies Alltagsleben weitgehend ohne Funktionseinschränkungen.

Anatomisch günstig

Das von Dr. Kuhn vor mehr als 15 Jahren mitentwickelte Kurzschaft-System ist nur etwa halb so lang wie eine herkömmliche Langschaft-Prothese, so dass beim Einbau ein deutlich größerer Teil des Oberschenkelknochens erhalten bleibt. Für den Kurzschaft spreche auch, dass sich das Implantat dank seiner anatomisch günstigen Form unter größtmöglicher Schonung der umliegenden Gewebestrukturen passgenau einbauen lasse.

Profitieren können vor allem aktive und jüngere Patienten zwischen 40 und 50 Jahren, die sich wegen einer Gelenkschädigung für eine Ersatz-OP entscheiden. Der Zugang für den minimal-invasiven Kurzschaft-Eingriff erfolge mit einem sechs bis neun Zentimeter kleinen Schnitt, bei dem die Muskeln und Gewebestrukturen geschont werden. Gestützt auf eine computerassistierte Planung wird dabei nach der Hüftpfanne der Kurzschaft schenkelhalserhaltend passgenau eingesetzt.

NWZonline.de/gesundheit
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