Rita Wick (Bild) ist Vorsitzende vom Versorgungsnetz Gesundheit – Verein zur Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit im Gesundheitswesen.
Was kann ein gutes Hygienemanagement zum Schutz vor Krankenhauskeimen beitragen?
WickEin gutes Hygienemanagement setzt sich aus mehreren Säulen zusammen. Eine ist die Infrastruktur in einer Gesundheitseinrichtung. Als Hauptpfeiler sehe ich aber das Bewusstsein jedes einzelnen Mitarbeiters für Hygienerisiken. Deshalb stehen berufsgruppenübergreifende Personalschulungen an erster Stelle. Nur wenn alle den aktuellesten Wissensstand verinnerlicht haben, können wir Patienten vor Keimen schützen.
Was kann man selbst tun?
WickWichtig ist vor allem die eigene Händehygiene. Das ist die einfachste und sicherste Methode, die Übertragung von Keimen zu vermeiden – insbesondere im Krankenhaus. Obendrein sollten wir den Mut haben, andere bei einem erkennbaren Fehlverhalten dazu anzuhalten, es besser zu machen.
Wie wichtig ist der Aufbau von Netzwerken?
WickDurch den Informations- und Erfahrungsaustausch der Akteure im Gesundheitswesen schaffen wir eine Basis zur besseren Prävention von Infektionen. Mit vor- und nachsorgenden Einrichtungen formulieren wir klinikübergreifend Qualitätsstandards und setzen sie überall um. Das Euro-Safety-Health-Net ist ein Paradebeispiel dafür, wie Patientensicherheit region- und grenzüberschreitend praktiziert wird. Daraus resultierte etwa der Runde Tisch mit dem hiesigen Gesundheitsamt und verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen.
