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Jährlich 330 000 Stripping-OP’s

Klaus Hilkmann

Dr. Lutz Schimmelpfennig (Bild) ist Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie.

FRAGE:

Zählen Venenerkrankungen zu den häufigen Volkskrankheiten?

SCHIMMELPFENNIG

: Ja. Da die Bevölkerung in Deutschland im Schnitt immer älter wird, steigt auch die Zahl der Patienten mit Krampfader-Erkrankungen kontinuierlich an.

FRAGE:

Wann ist eine medizinische Behandlung nötig?

SCHIMMELPFENNIG

: Wir können das Stadium einer Venenerkrankung durch moderne Untersuchungstechniken wie etwa einer speziellen Ultraschalluntersuchung der Gefäße exakt bestimmen. Venenleiden werden in der internationalen Klassifikation in sechs Stadien unterteilt. Spätestens ab dem dritten Stadium ist eine ärztliche Intervention erforderlich. Typische äußerliche Symptome sind dann neben den deutlich sichtbar erweiterten Venen vor allem Schwellungen der Unterschenkel und eine beginnende Verfärbung der Haut.

FRAGE:

Welche operativen Techniken sind geeignet?

SCHIMMELPFENNIG

: Am häufigsten verbreitet ist mit mehr als 330 000 Eingriffen pro Jahr das auch als Stripping bezeichnete Herausziehen der erkrankten Venen. Darüber hinaus haben sich endovenöse Verfahren bewährt, bei denen man Verödungsmittel oder Energie wie Radiowellen oder Laserenergie in die Vene einbringt. Die so behandelten kranken Venen verbleiben dann als Narbe im Körper und müssen nicht gezogen werden. Der Patient profitiert von diesen Methoden, weil sie weniger innere Wundflächen hinterlassen und somit einen kürzeren Krankenstand verursachen. Das Problem ist aber, dass die Krankenkassen die Kosten derzeit noch nicht regelhaft erstatten.
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