JEVER - „Am schlimmsten ist, dass viele Menschen mit Unverständnis reagieren.“ Marion Cleve lebt seit mehr als 40 Jahren mit einem chronischen Dauerschmerz, der sich mitunter am gesamten Körper bemerkbar macht. Dass Fibromyalgie die Hauptursache für ihre Beschwerden ist, sei erst vor zehn Jahren bei einer Untersuchung in der Universitätsklinik München festgestellt worden.

„Seitdem kenne ich wenigstens die Ursache für meine Schmerzen“, berichtet die 62-Jährige. Mittlerweile hat sie Ärzte und Schmerztherapeuten gefunden, die sich mit ihrer Erkrankung auskennen .Genau das sei für viele andere Fibromyalgie-Patienten bis heute keine Selbstverständlichkeit. Fibromyalgie werde immer noch häufig als „Psycho-Sache“ abgetan, die man nicht so ernst nehmen müsse. Wie hoch der Leidensdruck bei dieser Erkrankung ist, könnten sich Nicht-Betroffene oft nicht vorstellen.

„Auch deshalb ist es wichtig, wenn man sich regelmäßig mit anderen Betroffenen austauschen kann.“ Die seit neun Jahren in Wangerland lebende Marion Cleve ist Ansprechpartnerin der Fibromyalgie Selbsthilfegruppe Jever, die sich alle vier Wochen im Evangelischen Gemeindehaus an der Zerbster Straße trifft. „Mir hilft das sehr. Durch das in der Gruppe entstehende Gemeinschaftsgefühl merkte ich schnell, dass ich mit meinen Problemen nicht alleine dastehe.“ Letztlich helfe die Selbsthilfegruppe auch, (Lebens)-Kraft und Motivation für den Kampf gegen die Krankheit zu finden, betont Marion Cleve. Sie selbst hat die Suche nach einer erfolgreicheren Behandlungsmöglichkeit auch dank des Zuspruchs der vertrauten Gruppe trotz vieler (Fehl)-Versuche und Rückschläge nicht aufgegeben: „Man muss immer daran glauben, dass es noch eine Besserung geben kann. Wer die Hoffnung aufgibt, hat den Kampf gegen die Krankheit und den Schmerz verloren.“ Marion Cleve ist unter Telefon 04426/904637 oder per Mail unter inselstern@t-online.de erreichbar.