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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Keine Angst vor dem Skalpell

13.04.2017

Brake Wer sagt eigentlich, dass nur an großen Kliniken die Patienten qualitativ hochwertig und medizintechnisch auf dem neuesten Stand operiert werden? Nun, zumindest im Bereich der Hüft- und Kniegelenkimplantationen brauchen sich Dr. Peter Janka, Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie am St.-Bernhard-Hospital, und sein Team deutschlandweit nicht zu verstecken: Das im Braker Krankenhaus angesiedelte Endo-Prothetik-Zentrum (EPZ) ist in diesem Februar erneut zertifiziert worden. Damit wird dem Zentrum bescheinigt, eine hohe Patientensicherheit und -zufriedenheit zu gewährleisten.

Dr. Janka freut besonders, dass nach der ersten Zertifizierung Anfang 2014 und weiteren Überprüfungen ein und zwei Jahre später erneut die Zertifizierung geschafft worden ist. „Ohne Abweichungen, das spricht für die Ergebnisqualität“, sagt der Chefarzt.

Das Zertifizierungsverfahren ist „sehr aufwendig“, betont Dr. Janka. „Das kostet schon Nerven“. Es sei die aufwendigste Zertifizierung, die ein deutsches Krankenhaus überhaupt bestehen kann, vergleichbar der aus der Industrie bekannten ISO-Norm-Zertifizierung.

Um das von dem Institut Clar Cert (Neu-Ulm) unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie verliehene Zertifikat zu bekommen, muss das Hospital zahlreiche Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören der Nachweis, dass jährlich mindestes 100 Hüft- oder Kniegelenkimplantationen vorgenommen werden – tatsächlich sind es im Schnitt rund 300 pro Jahr –, dass es mehrere Hauptoperateure (aktuell vier), die Festlegung verbindlicher Verfahrensanweisungen (mit mehr als 50 Seiten), umfassende Patienten-Informationen, außerdem den Nachweis einer internen und externen Qualitätssicherung sowie überprüfbare Weiterbildungsmaßnahmen gibt.

Der immense Aufwand – für die erste Zertifizierung wurden allein für externe Hilfestellungen rund 50 000 Euro ausgegeben – dient dem Patienten: Er kann sicher sein, dass nur dann operiert wird, wenn es unvermeidlich ist. „Und das müssen wir genau dokumentieren, das kann jeder überprüfen“, sagt Dr. Peter Janka.

Ausruhen auf dem erneuten Erfolg kann sich der Chefarzt allerdings nicht. Denn auch diese Zertifizierung wird in einem und erneut in zwei Jahren überprüft. „Das ist ein lernendes Zertifizierungsverfahren“, erklärt Janka, „das ist nie wirklich zu Ende.“

Die notwendigen fachlich-medizinischen Voraussetzungen wurden vom hauseigenen Qualitätsmanagement begleitet, wie der dafür zuständige Helmut Dietz ergänzt. „Wir befragen die Einweiser, ob sie zufrieden sind, und natürlich auch die Patienten“. Die Ergebnisse dieser Befragungen würden helfen, „dass wir noch an kleinen Stellschrauben drehen können“, so Dietz.

Doch bei allem Aufwand, bei aller Qualität: Wunder kann das 103-Betten-Haus mit sieben Fachabteilungen auch im Endo-Prothetik-Zentrum nicht vollbringen: „Wir können nur auf den Prozess und auf die Operation eine Gewährleistung geben, aber nicht auf das Ergebnis“, sagt Dr. Peter Janka.

Torsten Wewer
Elsfleth
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2322
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