Vechta - Der menschliche Stoffwechsel hat ein langes Gedächtnis. Wer sich seit der Kinder- und Jugendzeit mit vielen Süßigkeiten und fetten Speisen ernährt, muss in älteren Jahren mit entsprechenden Folgeerkrankungen rechnen. Das gilt auch dann, wenn man nach langer Zeit mit großem Übergewicht deutlich abnimmt und auch sonst einen gesünderen Lebensstil praktiziert. Letztlich wird die Grundlage für viele erworbene Erkrankungen wie auch einem Diabetes Typ 2 bereits im Kleinkindalter gelegt, erklärt Dr. Silke Otto-Hagemann. Auch aus diesem Grund sei eine ausgewogene und altersgerechte Ernährung bei Kleinkindern sehr wichtig.
Um ein gutes Vorbild zu sein, sollten Eltern ihr eigenes Ernährungsverhalten überprüfen. Kinder lernen von ihren engsten Bezugspersonen, so dass sie sich auch beim Essen an ihren Eltern orientieren. Anders als Erwachsene können Kinder nicht selbst einschätzen, was gesund ist und was nicht, so Otto-Hagemann: „Sie werden von den Eltern geprägt. Was Mutter und Vater essen, wird auch das Kind als gut und normal empfinden.“
Mit einigen Infos und Alltagsregeln könne man Kinder vor Fehlentwicklungen schützen. Wichtig ist etwa ein regelmäßiger Rhythmus – am besten mit drei Hauptmahlzeiten und zwei kleineren Zwischenmahlzeiten pro Tag. Auf zuckerhaltige Getränke und Snacks sollte man verzichten. Gegen Durst helfe auch bei Kindern am besten Wasser. Gut sei auch, wenn die Mahlzeiten in Ruhe in der Gemeinschaft eingenommen werden.
