Leipzig - Es ist ein Gedanke, der Druck nehmen kann: Spricht man Menschen auf ihre Krebserkrankung an, muss nicht alles perfekt laufen. Es ist normal, dass solche Gespräche manchmal holprig sind und Pausen entstehen. Unsicherheiten dürfen sein, man darf sie auch aussprechen. Das sagt Prof. Anja Mehnert-Theuerkauf, Vorstandsmitglied der Deutschen Krebsgesellschaft. „Ein Weg kann auch immer Ehrlichkeit sein“, findet die Psychologische Psychotherapeutin. „Also zum Beispiel: ,Ich bin mir gar nicht sicher, ob du gerade über deine Krebserkrankung sprechen magst. Aber ich möchte dich trotzdem fragen, wie es dir geht.‘ Sagt allerdings jemand so gar nichts, kann das ein Zeichen sein, dass er oder sie wirklich nicht darüber reden mag. Wenn jemand aber fallen lässt: ,Ich war im Krankenhaus’, kann man das im Gespräch aufgreifen und schauen, wie derjenige reagiert.“
Krebsdiagnose im Umfeld Wie finde ich die richtigen Worte?
Ehrlichkeit kann im Gespräch hilfreich sein.
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