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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Hier kommt etwas Neues
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16.08.2018
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Kreyenbrück /Nadorst Kinder wollen sich viel bewegen, dabei immer wieder Neues kennen lernen, das nicht lange erklärt werden muss. „Einfach machen“, fasst Dr. Kirstin Buhl zusammen. Sie meint das im doppelten Sinne: „Leicht machen und endlich anfangen.“ Und es geht auch schon los: Ab dem 19. August heißt es an zwölf Sonntagen „Checkpoint-Fun“ (siehe Infokasten).

Prävention per Gesetz

Damit beginnt das Projekt „Gesund aufwachsen und leben in Oldenburg“, das für fünf Jahre von der Techniker-Krankenkasse (TK) finanziert wird. Das Oldenburger Gesundheitsamt hatte sich für das bundesweit ausgeschriebene Förderprogramm „Mehr Gesundheit für alle – vom Aufwachsen bis ins hohe Alter“ der Krankenkasse beworben. Und den Zuschlag bekommen. „Neben München und Erlangen“, weiß Kirstin Buhl.

Grundlage dafür sei das im Jahr 2015 verabschiedete Präventionsgesetz, das gesetzliche Krankenkassen dazu verpflichtet, mehr für die Gesundheitsvorsorge in sogenannten „Lebenswelten“, also bei den Menschen vor Ort, zu tun.

Mit der TK, dem städtischen Gesundheitsamt und dem Stadtsportbund (SSB) wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet. Kirstin Buhl, gebürtige Rheinländerin (Geburtsort Wuppertal 1967), die mit ihrer Familie seit 17 Jahren in Oldenburg lebt, ist als Projektkoordinatorin (20 Wochenstunden) im Stadtsportbund tätig. Sie hat im Bereich Sportmedizin und Rehabilitation promoviert.

Buhl bezeichnet das Projekt als ein Geschenk an Oldenburg, das nun Stück für Stück ausgepackt werde. „Der Begriff Sport ist bei manchen Bürgern negativ behaftet, weil nur Leistungsaspekte damit verbunden werden. Dabei ist Sport soviel mehr“, sagt sie und meint: „Wir können vielleicht verständlicher von körperliche Aktivität oder Bewegung sprechen.“

Die Rahmenbedingungen für das Projekt hat die TK vorgegeben. Es umfasst zwei Projektstränge: Zum einen sollen besonders die Sechs- bis Zwölfjährigen im Fokus der Gesundheitsförderung stehen. Der zweite Projektstrang hingegen fokussiert als Zielgruppe die Senioren ab 65 Jahre. Den Inhalt erarbeitet der SSB (Dachverband von 114 Vereinen).

Mit den Kindern geht es nun los. Um herauszufinden, was die jungen Oldenburger sich in Sachen Sport (oder besser Bewegung) eigentlich wünschen, haben Kirstin Buhl und Ehrenamtliche aus Vereinen mehrere Grundschulen besucht. „Das Mitgestalten der Kinder ist uns besonders wichtig“, betont die Projektkoordinatorin. So wurden beispielsweise Schulkinder von der zweiten bis vierten Klasse nach Wünschen interaktiv befragt. „Auch bei der Gestaltung des Flyers haben Kinder mitentschieden. Genauso wie beim Namen. So kam es zum ,Checkpoint-Fun’.“

Gestartet wird nun an zwei Standorten – in Nadorst und in Kreyenbrück. Dabei werden die Kinder dann zu „Fun-Checkern“. Das heißt, sie können nach eigenen Fähigkeiten und Ansprüchen die angebotenen Bewegungsaktionen mit Spaß und ohne Druck „checken.“ „Die Kinder haben die Entscheidung – auch bei der Musik, die gespielt wird“, erklärt Kirstin Buhl. Zum „Checken“ gibt es beispielsweise Trendsport mit oder ohne Spikeball. Sogar Ponys kommen an zwei Sonntagen zur Grundschule Nadorst, um gestreichelt, gestriegelt oder geführt zu werden. „Sie sind aber auch beste Zuhörer“, weiß Buhl.

Dahin, wo die Kinder sind

Begeistert ist die Koordinatorin auch darüber, dass sich die Sportvereine so mächtig ins Zeug gelegt haben, um den streckenweise schwierigen Rahmenbedingungen der Krankenkasse zu entsprechen. „Es ist nicht ihr Alltagsgeschäft – raus aus dem eigenen Verein, rein in die Settings, das heißt, dahin gehen, wo die Kinder sind.“ Gern hätten noch mehr Vereine mitgemacht, betont Buhl. „Aber die kleineren, ohne hauptamtliche Mitarbeiter, können das gar nicht leisten.“ So sind nun dabei: Bürgerfelder Turnerbund, Oldenburger Turnerbund, TuS Bloherfelde, VfL, TuS Eversten, GVO und die Fördergemeinschaft Oldenburger Pferdesport.

Eine Ausweitung auf weitere Stadtteile ist laut Kirstin Buhl angedacht und soll nach Bedarf ausgebaut werden. „Auch inhaltlich sind wir noch längst nicht am Ende. In der nächsten Phase werden beispielsweise Ernährungswissenschaftler mit eingebunden“, sagt sie. Ob das Projekt in dieser Sonntagsformation bestehen bleibt, sei abzuwarten. „Wir stehen noch ganz am Anfang, die Entwicklung bleibt spannend. Wir durchlaufen verschiedene Phasen, um zum Schluss einen echten Gewinn für Oldenburgs Kinder auf die Beine zu stellen und auch die Möglichkeiten der Vereine zu berücksichtigen“, betont Buhl. Es werde innovativ in alle Richtungen gedacht. „Feriencamp“, nennt sie als ein Stichwort und sagt dann wieder: „einfach machen.“

Das gilt übrigens auch für den zweiten Projektstrang. Mit Übungsleitern aus mehreren Vereinen arbeitet die Koordinatorin auch hier am Konzept. „„Senioren-EM einfach machen“ heißt der Titel. Was die Älteren wollen, wird mit einer Fragebogenaktion in Kooperation mit der Jade Hochschule „gecheckt“.

Susanne Gloger
Redakteurin
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2108
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