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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Schwangerschaft: Schmerzen, Übelkeit und andere Beschwerden verleiden oft die Vorfreude

05.09.2020

Kronshagen /Hannover Übelkeit, Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit: So groß die Freude über den Nachwuchs sein mag, werdenden Müttern geht es nicht immer blendend. Das hilft:

Schwangerschaftsstreifen: Bei manchen Frauen macht das Unterhautgewebe die extreme Dehnung einfach nicht mit – sogenannte Schwangerschaftsstreifen sind die Folge. Erst sind sie bläulich, mit der Zeit verblassen sie. Zur Vorbeugung könne man die Haut vordehnen, sagt Doris Scharrel vom Berufsverband der Frauenärzte (BVF). Dazu cremt man sich ein und nimmt eine Hautfalte an Bauch, Hüfte oder Oberschenkel, zieht sie vom Körper weg, und rollt diese durch Nachgreifen in einer Welle von unten nach oben. „Das tut zu Anfang etwas weh, aber nur so dehnt man die Haut“, erklärt Scharrel. Wer ein Öl für seine Haut benutzen möchte, sollte dieses unbedingt auf die duschnasse Haut auftragen – so trocknet das Öl die Haut nicht aus.

Zahnprobleme: „Jedes Kind kostet einen Zahn.“ Diese vermeintliche Weisheit ist glücklicherweise veraltet. Nichtsdestotrotz sollten Schwangere auch heute verstärkt auf ihre Mundgesundheit achten, rät Scharrel. Denn mit der Schwangerschaft ändert sich die Durchblutung und das Gewebe lockert sich. Das betrifft auch das Zahnfleisch: Bakterien können leichter unter den Zahnfleischrand gelangen und sich dort vermehren. Leichte Entzündungen oder gar eine Parodontitis sind mögliche Folgen. Zur Vorbeugung empfiehlt die Expertin wenig Zucker, besonders gründliche Mundhygiene und die Zahnbürste regelmäßig zu wechseln.

Übelkeit: Vielen Frauen ist vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft übel bis hin zum Erbrechen. Das sei eine Art Nebenwirkung, wie BVF-Präsident Christian Albring erklärt: Das Immunsystem der werdenden Mutter lerne, das Baby zu tolerieren und nicht als Fremdkörper abzustoßen. Ein Verzicht auf reichliche, fettige, stark eiweiß- oder säurehaltige und gewürzte Mahlzeiten kann da helfen. Am Morgen kann es helfen, einen leicht gesüßten Tee oder warmes Wasser zu trinken. Sind die Beschwerden sehr ausgeprägt, können Medikamente verhindern, dass die Frau abnimmt oder ihr Kreislauf versagt.

Rückenschmerzen: Da sich hormonbedingt mit zunehmender Schwangerschaft das Bindegewebe lockert, kann dies vor allem im Lenden- und Kreuzbereich zu Beschwerden führen. Auch verändert sich die Körperhaltung durch das Gewicht des Bauches. „Die Schwangere sollte sich viel bewegen, die Beine statt des Rückens beugen und aufrecht gehen und sitzen, und bei Beschwerden eine Wärmeflasche auflegen“, rät Albring und warnt: „Inaktivität kann die Situation verschlimmern.“ Heftige Kreuzschmerzen können auch ein frühes Warnsignal für eine drohende Frühgeburt sein. Deshalb sollte man diese unbedingt ärztlich abklären lassen.

Verstopfung: Im zweiten und letzten Drittel der Schwangerschaft haben viele Schwangere Verstopfung. Ursachen können eine Lockerung des Bindegewebes und eine Weitstellung des Darms sowie falsche Ernährung, die Einnahme von Eisenpräparaten oder Bewegungsmangel sein. „Eine Ernährung, die ganz betont und konsequent reich an Ballaststoffen und viel Gemüse ist, zusammen mit reichlichem Trinken und viel körperlicher Bewegung, hilft in den meisten Fällen“, so Albring.

Haarausfall: Dies kann ein Anzeichen einer Mangelversorgung sein, wie Klaus Doubek vom BVF betont, beispielsweise Jod. „Jodmangel kann zu erheblichen und dauerhaften Störungen in der Entwicklung des ungeborenen Babys führen“, so Doubek. Haarausfall ist darüber hinaus als sehr frühes Anzeichen für Eisenmangel bekannt.

Müdigkeit: Für eine anhaltende, bleierne Müdigkeit kommen mehrere Ursachen infrage. „Erstens haben Schwangere oft einen etwas niedrigeren Blutdruck. Zweitens spüren es viele Frauen doch, dass sie ihrem Baby zuliebe den früheren Kaffeekonsum deutlich zurückgenommen haben. Die Müdigkeit kann aber auch ein Hinweis auf einen Mangel an Jod oder Eisen sein“, so Doubek.

Ein Jodmangel könne zu einer Unterfunktion der Schilddrüse führen und ein Eisenmangel zu Blutarmut. Dadurch werde weniger Sauerstoff im Blut transportiert, was die Schwangere schnell erschöpfbar machen und beim Baby zu Wachstumsstörungen führen kann.

Heißhunger: Viele Schwangere kennen vor allem in der zweiten Schwangerschaftshälfte einen besonders großen Appetit und Heißhunger. Wenn eine werdende Mutter jedoch zu viel isst, führt das nicht nur zu Übergewicht, sondern auch zu einem zu hohen Nährstoffangebot beim Baby. „Wenn das Baby schneller wächst als es soll, erhöht das das Risiko für Frühgeburten und für Komplikationen bei der Geburt“, so Doubek.

NWZonline.de/gesundheit
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