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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Zahl der Schwergewichte steigt

09.04.2019

Landkreis Cloppenburg Im Landkreis Cloppenburg leben immer mehr zu dicke Erwachsene. Zu diesem Ergebnis kommt die Krankenkasse IKK Classic, die dafür die Ergebnisse der Mikrozensusbefragung 2017 des Landesamtes für Statistik Niedersachsen mit denen von 2009 verglichen hat.

Demnach ist der Anteil dicker Erwachsener im Landkreis Cloppenburg von 54,7 Prozent auf 59,6 Prozent gestiegen. Landesweit ist der Anteil kleiner: 53,6 Prozent der Niedersachsen sind übergewichtig. Den höchsten Wert verzeichnete 2017 der Kreis Holzminden mit 65,2 Prozent, den geringsten die Stadt Hannover mit 44,4 Prozent.

Als dick gelten demnach Menschen, deren Body-Mass-Index (BMI) einen gewissen Wert übersteigt. Der BMI setzt das Gewicht in Relation zur Körpergröße. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von Übergewicht, wenn ein Wert von 25 überschritten wird. Diesen Wert überschritten im Landkreis Cloppenburg 2017 39,7 Prozent der Einwohner. Dazu ein kleines Rechenbeispiel: Ein 40-jähriger Mann mit einer Größe von 1,85 Meter und einem Gewicht von 100 Kilogramm hat einen BMI von 29,2 – wiegt demnach also zu viel. Ein Mann gilt bei einer Größe von 1,80 Meter ab 81 Kilogramm als übergewichtig, ab 98 Kilogramm als adipös.

Von Fettleibigkeit oder Adipositas spricht die WHO, wenn der Wert des BMI über 30 liegt. 19,9 Prozent der Landkreis-Bewohner hatten 2017 laut Mikrozensus einen Wert über 30. Um diesen Wert anschaulicher zu machen, auch hier noch ein Rechenbeispiel: Eine 55-jährige Frau mit einer Größe von 1,65 Meter und einem Gewicht von 85 Kilogramm ist mit einem BMI-Wert von 31,2 adipös.

Der Body mass Index

Der BMI wird bei gesunden Personen nach folgender Formel berechnet: Körpergewicht (in kg) geteilt durch Größe (in m) zum Quadrat.

Das Ergebnis sollte dabei laut Krankenkasse IKK Classic nur als Merkmal angesehen werden, auch Alter, Geschlecht und der Anteil an Muskelmasse spielen bei der Bewertung eine Rolle. Für Kinder gelten darüber hinaus andere Maßstäbe bei der Gewichtsbeurteilung.

Auch wenn die Zahlen nicht repräsentativ sind, sind die Ergebnisse nicht ganz von der Hand zu weisen. Als „stark zulaufend“ beschreibt auch Thomas Lotzkat von der Sportregion Oldenburger Münsterland die Entwicklung zu höherem Gewicht. Mangelnde Bewegung in Kombination mit schlechter Ernährung sind laut des Sportreferenten die Gründe. Und diese Entwicklung beginnt häufig schon im Kindesalter. „Das ist ein Teufelskreis: Die nicht so bewegungsaffinen Eltern bringen ihre Kinder eben nicht mit dem Rad zum Kindergarten, sondern mit dem Auto.“ So bekommt der Nachwuchs die Bequemlichkeit schon vorgelebt.

Bewegung und gesundes Essen sind für Lotzkat nur gemeinsam der Schlüssel zu einem dünneren Ich. Die Abnahme sollte dabei nicht zur Last werden, sondern immer weiter in den Alltag integriert werden: Die Brötchen für das Frühstück können auch mit dem Rad geholt werden, statt bequem ins Auto zu steigen. Statt die Rolltreppe oder den Fahrstuhl zu bemühen, kann auch die Treppe genommen werden. Und statt radikal alles Ungesunde zu streichen, können nicht sofort die fünf empfohlenen Portionen Obst und Gemüse sondern drei Portionen am Tag eingebaut werden, rät der Sportreferent. Auch mit kleinen Schritten geht es ans Ziel, sagt Lotzkat.

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Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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