LOHNE - Das Frühjahr ist für Melanie Drysch in jedem Jahr eine Leidenszeit. „Ich bin gegen fast alles allergisch, was dann in der Luft herumfliegt“, berichtet die junge Frau aus Lohne. Schon ein kurzer Spaziergang könne bei ihr heftiges Hautjucken, tränende Augen und Dauerschnupfen hervorrufen.

Geholfen habe ihr bislang auch die Hyposensibilisierung nicht. „Ich habe schon zwei Versuche hinter mir. Leider gehöre ich wohl zu den seltenen Fällen, bei denen die Therapie nicht den gewünschten Effekt bringt.“ Melanie Drysch berichtet, dass ihr Körper jeweils mit einem Allergieschock reagiert habe. Die Symptome seien nach der Behandlung jeweils noch schlimmer geworden.

Aufgeben will die junge Frau aber nicht. Derzeit startet sie einen neuen Versuch, ihre Pollenallergie in den Griff zu bekommen. Nach umfangreichen Untersuchungen versucht Dr. Georg Prochaska nun, genau den Wirkstoffmix zu finden, der zu dem offenbar besonders sensiblen Immunsystem der Patientin passt.

Die Suche nach den Allergieerregern mit dem sogenannten Pricktest zeigte bei Melanie Drysch auch diesmal sehr schnell ein Ergebnis: Schon nach knapp zwei Minuten färbten sich mehrere mit Allergenen versorgte Punkte tiefrot auf der Haut und begannen stark zu jucken. Abgesehen davon sei der Test „überhaupt nicht schlimm“, berichtet Melanie Drysch: „Die kleinen Ritze an der Hautoberfläche spürt man kaum.“ Etwas unangenehm werde es erst, wenn sich die durch den Test hervorgerufenen Allergiesymptome einstellen würden.