Der Physiotherapeut Alexander Nickels (Bild) ist Inhaber des PhysioPortals an der Soeste in Cloppenburg.

Können Patienten mit einem Impingement-Syndrom besonders von Physiotherapie profitieren?

NickelsJa, gerade in der Anfangsphase ist das der Fall. Die Beschwerden können dann meistens sehr effektiv mittels physiotherapeutischer Maßnahmen behandelt werden. Neben der Gelenkmobilisation, der manuellen Therapie und der Lymphdrainage können dann unter anderem die Elektro- und die Kältetherapie sehr gut helfen, die Mobilität der Schultergelenkkapseln wiederherzustellen. In frühen Phasen reicht das oft schon aus, um den Patient von den Beschwerden befreien zu können.

Wird das Problem immer rechtzeitig erkannt?

NickelsDie Beschwerden treten zunächst nur bei bestimmten Bewegungen auf, können im weiteren Verlauf aber auch nachts im Ruhezustand entstehen. Das Problem ist häufig, dass der Patient erst dann zum Arzt geht, wenn starke Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen auftreten. Wenn es erst einmal so weit gekommen ist, liegen meistens schon erhebliche Einschränkungen und Schädigungen in der Schulter vor.

Muss die Therapie langfristig ausgerichtet sein?

NickelsSchulterprobleme erfordern immer eine langfristige Therapie. Viele Betroffene haben vor einer qualifizierten ärztlichen und physiotherapeutischen Behandlung bereits eine monate- oder sogar jahrelange Leidenszeit hinter sich und leben bereits mit fortgeschrittenen Schädigungen. Entsprechend lange dauert es oft, eine volle und schmerzfreie Beweglichkeit und Belastungsfähigkeit der Schulter wiederherzustellen.