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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Mechanismen positiv steuern

03.09.2013
Dipl. oec. Helga Scharnau-Koop (Bild) ist Ergotherapeutin mit Praxis in Varel.
Frage: Was ist das Neurofeedback-Verfahren?
Scharnau-Koop: Neurofeedback ist eine nicht-medikamentöse, wissenschaftlich fundierte Therapiemethode, bei der die Fähigkeit zur Selbstregulation des Gehirns gefördert wird. Es hat sich gezeigt, dass Gehirnwellenmuster und Krankheitsbilder korrelieren. Die Beeinflussung dieser Muster durch Training wirkt sich positiv auf die Symptomatik aus. Bei Aufmerksamkeitsstörungen und mittlerweile auch vielen anderen Störungen kommt dieses Verfahren mit meistens sehr guten Resultaten zum Einsatz. Neurofeedback ermöglicht es, die Gehirnwellen wahrnehmbar zu machen, mit gespeicherten Daten zu vergleichen und so in den Feedbackprozess einzubeziehen.
Frage: Wie wirkt Neurofeedback bei Migräne?
Scharnau-Koop: Das bei Migräne-Patienten eingesetzte Neurofeedback-Verfahren setzt darauf, dass die Ausprägung der Gehirnwellenaktivität in einem bestimmten Bereich positiv verändert werden kann, der für die unkontrollierte Verengung der Gefäße verantwortlich ist. So kann das Gehirn mittels Neurofeedback erlernen, diesen Mechanismus auch abzuschalten.
Frage: Wie kann der Patient im Alltag zum Erfolg der Therapie beitragen?
Scharnau-Koop: Mit einer gesunden Lebensweise, die eine gute Balance zwischen Stress und Entspannung beinhaltet. Leider sind wir oft mit den heute als normal angesehenen Alltagsbelastungen überfordert, weil unser Gehirn nicht darauf ausgelegt ist. Auch hier kann Neurofeedback helfen, indem es die Selbstregulationsmechanismen des Gehirns stärkt und somit Störungen entgegenwirkt.
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