Friesoythe - Bei rund zehn Prozent der Patienten ist die Reflux-Krankheit so schwer oder so weit fortgeschritten, dass eine medikamentöse Behandlung nicht ausreicht. In diesen Fällen kann eine Operation zur Beseitigung der Beschwerden erforderlich sein“, betont Dr. Ralf Weise.

Ein bewährtes OP-Verfahren sei neben anderen Techniken, dass eine aus dem oberen Bereich des Magens gebildete Manschette um das untere Ende der Speiseröhre gelegt und das Ganze anschließend mit einer festen Naht verbunden wird. Der positive Effekt sei, in einfachen Worten erklärt, dass die Manschette die verloren gegangene Schließfunktion des Speiseröhrenmuskels ersetzen kann.

Der Eingriff werde heute unter Vollnarkose minimal-invasiv mittels einer Bauchspiegelung durchgeführt. Der Patient kann das Krankenhaus in der Regel drei Tage nach der OP wieder verlassen und ist danach weitgehend beschwerdefrei.

Eine gute Option könne bei kleineren Brüchen die sogenannte Endo-Stim-Methode sein. Bei dieser besonders schonenden OP-Technik werden dem Patienten ebenfalls minimal-invasiv zwei kleine Elektroden implantiert. Der Effekt ist, dass in dem betroffenen Speiseröhrenbereich eine Stimulation – und damit eine Stärkung – der Muskulatur erzielt wird, erklärt Weise: „So lässt sich vor allem bei kleineren Vorfällen eine Verbesserung der Schließfunktion erreichen.“

Im St.-Marien-Hospital seien damit in den vergangenen Jahren mehr als 20 Patienten mit gutem Erfolg behandelt worden.