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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Drk: Spender werden nach Aderlass richtig verwöhnt

12.08.2019

Molbergen Ich habe jetzt 110- bis 112-mal Blut gespendet“, erzählt der Molberger Bauunternehmer Martin Middendorf. „Ich habe nie Probleme gehabt.“ Auch Bernd Koopmann wurde schon mehr als 110-mal zur Ader gelassen. „Bei 125 soll aber Schluss sein“, erzählt der 69-jährige Peheimer. Gleich 211 Spender – zwölf davon spenden zum ersten Mal - sind an diesem Nachmittag in das Clubhaus der DRK-Ortsgruppe Molbergen gekommen, um diese wichtige Form des direkten sozialen Engagements zu zeigen.

Rund 40 Mitglieder hat die DRK-Ortsgruppe Molbergen. „Wir arbeiten alle ehrenamtlich“, erzählt ihr Leiter Ignatz Niehaus. Zehn bis zwölf Mitglieder sind nötig, um einen Blutspendetermin zu organisieren. „Unsere Ortsgruppe bietet elf Termine im Jahr an: vier in Varrelbusch, fünf in Molbergen und zwei in Peheim. Ein Erstspender muss 18 Jahre sein und darf höchstens 68 Jahre alt sein, Wiederholungsspender dürfen zwischen 18 und 72 Jahre sein“, informiert Niehaus, der weiß, dass gerade in den Sommermonaten die Zahl der Spender geringer ist. Dann könne es in den Kliniken schon mal Engpässe bei den Blutkonserven geben. „Wir haben durchaus auch bei uns Spender, die nur im Frühjahr und Spätherbst kommen“, hat auch Niehaus bemerkt. „Einige Blutspender kommen auch von auswärts zu uns, weil wir sie verwöhnen“, scherzt er. So auch an diesem Tag: Es gibt es nicht nur Steaks und Bratwürste vom Grill und dazu leckere Salate, auch Schnittchen werden den Spendern angeboten. Dazu gibt es Getränke. Und wer zum Beispiel zum 75. oder gar 100. Mal spendet wie der Lastruper Karl-Heinz Rode oder die Dwergterin Anita Hukelmann, deren Familienmitglieder eigentlich alle ganz aktiv beim DRK mitmachen, erhält nicht nur einen Essensgutschein, sondern auch ein Weinpräsent.

Eine DRK-Mitarbeiterin, an diesem Tag ist es Christina Niehaus, kontrolliert zunächst die Ausweise der erschienenen Spender, registriert sie und verteilt den obligatorischen Fragebogen mit rund 40 Fragen zum allgemeinen Befinden und zum Gesundheitszustand. Dieser Fragebogen wird von einem Arzt oder einer Ärztin kontrolliert, der/die dann einen schnellen Bluttest vornimmt und den Hb-Wert feststellt.

„Denn bei einer Blutspende oder bei größerem Blutverlust geht für den Neuaufbau von Hämoglobin wichtiges Eisen verloren. Besitzt ein Spender zu wenig roten Blutfarbstoff, das heißt, ist sein Hämoglobinwert zu niedrig oder an der unteren Grenze, so hat er keine ausreichenden Eisenreserven für eine gesteigerte Neubildung von voll funktionsfähigen Erythrozyten. Eine Blutspende ist zu diesem Zeitpunkt dann nicht möglich“, erläutert der DRK- Vorsitzende, bevor dann die Blutentnahme beginnt, die etwa zehn Minuten dauert.

Bei Karl-Heinz Rode ist die Aktion kein Problem. Schließlich hat das Mitglied der Lastruper Feuerwehr diese Prozedur schon 74-mal vorher gesund überstanden. Namensvetter Johannes, der die Blutspende gerade hinter sich hat, kann schon wieder scherzen und sagt, er fühle sich etwas leer. Doch Bratwurst und Kartoffelsalat sorgen dafür, dass zumindest die Leere im Magen vergeht.

„Es geht beim Blutspenden darum, Menschenleben zu retten – gerade nicht mit Geld, sondern mit persönlichem Einsatz“, erinnert Ignatz Niehaus. Dahinter stehe ein Gemeinschaftsgedanke, der auch in vielen anderen Sozialprojekten verfolgt werde. Denn der hohe Bedarf an Blut sei in erster Linie eine Folge des medizinischen Fortschritts. Viele Operationen, Transplantationen und die Behandlung von Patienten mit bösartigen Tumoren seien nur dank moderner Transfusionsmedizin möglich geworden. Theoretisch benötige jeder Bundesbürger einmal im Leben gespendetes Blut. Das sei sicher dann auch Verpflichtung, sich beim Blutspenden zu engagieren. Die Molberger Teilnehmer hätten das verstanden. 200 Teilnehmer pro Termin – das dürfte für Niehaus immer so sein.

NWZonline.de/gesundheit
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