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Mundhygiene bei Kindern Zähneputzen sollte auch richtig Spaß machen

Melanie Jülisch
Alles sauber? Bereits in Kita und Grundschule können Kinder darauf gemeinsam darauf achten, dass die Zähne gut geputzt werden.

Alles sauber? Bereits in Kita und Grundschule können Kinder darauf gemeinsam darauf achten, dass die Zähne gut geputzt werden.

proDente e.V.

Oldenburg - Im August hat für viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Während die einen nun zu den ABC-Schützen gehören und fleißig die neu gelernten Buchstaben in ihre Hefte schreiben, machen die anderen erste Entdeckungen in der Kita. Gut gestärkt soll es nun durch den Tag gehen – am besten mit gesunden Pausenbroten, am besten natürlich in Vollkornqualität, und etwas Rohkostgemüse wie beispielsweise Gurken, Möhrchen und Kohlrabi. Denn die sind nicht nur gut für die Gesunderhaltung des Kindes, sondern auch für dessen Zähne.

Früh übt sich

Doch nicht nur eine gute Ernährung ist schon in jungen Jahren angesagt, sondern auch das richtige Reinigen der Zähne. Denn so lernen Kindern bereits früh, dass sowohl eine gute Ernährung als auch gründliches Zähneputzen richtig Spaß machen können. Doch ab wann sollten Eltern ihre Kinder am besten an eine gute Zahnhygiene gewöhnen? „Am besten sofort ab dem ersten Zahn. Schon der zahnlose Kiefer kann mit einer weichen Zahnbürste sanft massiert werden. So gewöhnt sich das Kind schon früh an das Gefühl im Mund“, empfiehlt drs. Johanna Maria Kant, Präsidentin des Bundesverbandes der Kinderzahnärzte (BuKiZ) und Kinderzahnärztin in Oldenburg. „Der erste Zahnarztbesuch sollte erfolgen, sobald die ersten Zähnchen sich zeigen. So können wir den Eltern individuelle Tipps zur Zahnpflege bei Ihrem Baby geben.“

Motivation hilft

Gerade erst ist der Nachwuchs vom Spielen und Toben nach Hause gekommen, hat noch schnell das Abendbrot verschlungen und möchte nun am liebsten glücklich und zufrieden ins Bett fallen. Doch leider nehmen die Zähne dies zur Nacht besonders übel, so dass hier immer wieder auch eine Motivation durch die Eltern gefordert ist. „Manchmal tut es die neue Zahnbürste. Das darf, muss aber nicht, auch eine elektrische Zahnbürste mit kleinem runden Bürstenkopf sein. Oder eine besonders toll aussehende Zahnpastatube. Ansonsten hilft es, gleich von Anfang an sehr ritualisiert vorzugehen“, so Johanna Kant. Auch sollten Eltern noch über einen längeren Zeitraum helfend eingreifen, um die Beläge von den Zähnen zu entfernen. „Aufgrund der fehlenden Feinmotorik sind Kinder meist erst ungefähr ab dem achten Geburtstag in der Lage, die Zähne gut zu putzen und selbstständig Zahnseide anzuwenden. Dennoch sollten die Eltern auch bei größeren Kindern bitte nachkontrollieren und gegebenenfalls nachputzen.“ Hinzu kommt: Sobald die Lücken zwischen den Milchzähnen geschlossen sind, kann die Zahnbürste die Zwischenräume nicht mehr erreichen. Deshalb sollen die Eltern bitte die Zahnzwischenräume bei Ihren Kindern reinigen. „Auch zeigen wir Zahnärzte gerne, wie.“ Und nicht vergessen: „Gibt es Stress beim Zähneputzen, lieber eine kurze Pause einlegen und kurze Zeit später weitermachen.“

An die Folgenden denken

Bleiben bakterielle Bakterien länger auf den Zähnen, werden diese stark von deren Säuren angegriffen. Karies entsteht. „Das Fluorid in der Zahnpasta hilft zusätzlich zur mechanischen Zahnreinigung, die Zähne gesund zu halten. Fluorid wirkt an der Zahnoberfläche. Es bildet zusammen mit Kalzium eine schwer lösliche Schicht von kleinen Kalziumfluoridkristallen. Diese liegt wie eine Schutzschicht auf dem Zahn, die Kristalle wirken wie ein Schutzpuffer, der das Herauslösen von Mineralien verhindert. Ende April 2021 wurden hier auch die Empfehlungen geändert: Die Kinderzahnpasta enthält jetzt 1000 ppm Fluorid, statt 500 ppm“, so drs Johanna Kant. Doch nicht nur die Milchzähne sollte man im Blick haben, sondern auch die folgenden Zähne. So können entzündete Milchzähne die Schmelzbildung der Nachfolger beeinträchtigen.

Tag der Zahngesundheit

Kinder und Jugendliche stehen auch im Mittelpunkt beim diesjährigen Tag der Zahngesundheit am 25. September. Dann dreht sich alles rund um die zahnmedizinische Gruppenprophylaxe. Sie ist das reichweitenstärkste Präventions- und Gesundheitsförderungsangebot für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Jährlich nehmen rund 4,6 Millionen Kinder und Jugendliche an der bundesweiten Aktion zur Erkennung und Verhütung von Zahnerkrankungen teil. Sie ist auch ein Beitrag zur gesundheitlichen Chancengleichheit: Vor allem Kinder aus sozial schwächeren Familien profitieren davon. Denn sie sind häufiger von Karies betroffen. Der Tag der Zahngesundheit findet übrigens seit 1991 statt. Das Ziel: möglichst viele Menschen über das Thema Mundgesundheit zu informieren und so Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen zu verhindern.

www.tagderzahngesundheit.de

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