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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Corona-Krise: „Verzichten Sie auch auf Spaziergänge“

19.03.2020

Neuenburg /Friesland „Es ist vollkommener Unfug, jetzt noch draußen zu joggen oder Sport zu treiben“, sagt Christoph Keller. Der Arzt aus Neuenburg, der auch Arzt im Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes ist, mahnt: Auch auf Spaziergänge oder Läufe an der frischen Luft sollten die Bürger in Zeiten der Corona-Krise verzichten.

„Natürlich sollte man seinen Hund noch ausführen, aber auch dabei sollte man unbedingt auf Sozialkontakte verzichten“, sagt er. Denn obwohl das Infektionsrisiko in der freien Natur geringer sei, treffe man ja doch oft Mitmenschen, mit denen man in eine Konversation verfalle.

„Um die Anstiege der Infektionszahlen zu bremsen, muss unbedingt soziale Distanzierung geschaffen werden.“ An Kommunikationsmöglichkeiten fehle es schließlich nicht: Ob Telefon, Internet oder soziale Netzwerke, sprechen könnten die Menschen immer miteinander. „Es gibt ja auch die Videotelefonie, man kann sogar mal wieder Briefe schreiben.“

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Klar sei aber: „Die Leute sollten auf ihrem Grundstück und in ihrem Garten bleiben. Die meisten Leute auf dem Land haben einen Garten. Wenn ich sicherstellen kann, dass ich bei sportlichen Aktivitäten keine Kontakte mit anderen Menschen habe, dann kann ich das ja machen. Aber man trifft im Wald oder am Strand oft andere Menschen. Damit steigt das Risiko.“

Christoph Keller kann nicht verstehen, warum manche Menschen die Empfehlung, zu Hause zu bleiben, ignorieren. „Es macht doch keinen Sinn, Schulen und Büchereien zu schließen, wenn wir dann nicht anfangen, an uns selbst zu arbeiten und die Verantwortung für uns und unsere Mitmenschen ernst zu nehmen.“

Natürlich könne er nachvollziehen, dass Leute sich bewegen und ihrem Sport nachgehen wollen, aber es sei im Moment eben viel wichtiger, dafür zu sorgen, dass sich die Ausbreitung des Corona-Virus’ verlangsamt. „Im Garten kann ich auch Sportübungen machen. Ich muss nicht zwingend radfahren oder joggen gehen“, sagt er.

Die Gespräche, die er mit älteren Patienten geführt habe, zeigten nicht, dass die Menschen sich zu Hause langweilen würden. „Man muss seine Zeit nur richtig nutzen. Es gibt so viele Dinge, die man jetzt zu Hause tun kann. Ich selbst lese unglaublich gern Bücher, aber ich kenne auch Menschen, die jetzt ihre Wohnung neu tapezieren, den Frühjahrsputz machen oder den Garten herrichten.“ Der eindringliche Appell des Neuenburger Arztes lautet: „Wir müssen, um Infektionsketten zu vermeiden, Sozialkontakte auf ein äußerstes Minimum reduzieren. Erst dann schaffen wir es, die Steilheit der Infektionskurve zu senken, um unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Je schneller jeder einzelne versteht, dass ein gewisses Maß an Zurückhaltung und Isolierung sinnhaft ist, umso flacher wird die Kurve.“

Christoph Keller meint, dass es vom rationalen Standpunkt aus durchaus Sinn ergeben würde, wenn die Bundesregierung ein Ausgehverbot ausspricht. „Das ist die logische Konsequenz, wenn sich die Menschen nicht an die Empfehlung halten, zu Hause zu bleiben. Vielleicht ist es das einzige, was Menschen in dieser schwierigen Situation zur Vernunft bringt.“

NWZonline.de/gesundheit
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Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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