Thomas Homm aus Elsfleth (Bild) ist von der Deutschen Gesellschaft für Myokologie als Pilzsachverständiger anerkannt.
Sollte man sich vor dem Pilzesammeln beraten lassen?
HommJa. Man sollte auf jeden Fall zumindest Grundkenntnisse für die Unterscheidung von Speise- und Giftpilzen haben. Oft aus der Familie oder dem Bekanntenkreis überlieferte Erfahrungswerte reichen hier nicht aus. Zum Beispiel ist es zwar meistens, aber leider nicht immer richtig, dass Pilze ungefährlich und schmackhaft sind, die von unten wie ein Schwamm aussehen.
Gibt es verzehrbare Sorten, die auch Laien erkennen können?
HommIch rate dringend davor ab, einfach loszugehen oder sich bei der Identifizierung der Pilze nur auf Apps oder Bücher zu verlassen. Wer ohne größere Vorkenntnisse Pilze sammelt, sollte sich vor dem Verzehr immer fachkundig beraten lassen. Laien sollten vor allem von Pilzen die Finger lassen, die Lamellen in der Fruchtschicht unter dem Hut aufweisen.
Was kann man selbst tun, um gut vorbereitet zu sein?
HommZur Vorbereitung ist es sinnvoll, an einer geführten Pilzwanderung teilzunehmen. Entsprechende Angebote gibt es beispielsweise bei der Landwirtschaftskammer, der Gartenakademie in Rostrup, der Ländlichen Erwachsenenbildung und von verschiedenen Volkshochschulen. Dabei kann man vor Ort eine Menge lernen. Für die Begutachtung gesammelter Pilze kann man im Zweifelsfall auch einen Termin mit einem in der Nähe erreichbaren Pilzsachverständigen absprechen.
