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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

NWZ-Volontärin macht den Selbsttest

11.01.2018

Nordenham Viele belegte Brötchen sind zu sehen und Kaffeeduft kommt einem entgegen im Eingangsbereich der Stadthalle Friedeburg. Doch das ist alles erst für „danach“. Erstmal geht es für mich zur Blutspende.

Petra Hilscher empfängt mich an der Tür. Als Erstes werden die Personalien aufgenommen. Fünf Mal im Jahr kommt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit seinem mobilen Blutspendedienst nach Nordenham. Petra Hilscher organisiert hier die Blutspende: „Im Schnitt besuchen uns hundert Menschen jeden Tag und spenden ihr Blut für den guten Zweck“,sagt sie.

Harald Zimmermann und Petra Hilscher bei der Blutspende-Aktion. BILD: Freya Adameck

Heute weitere Spenden möglich

Harald Zimmermann hat am vergangenen Dienstag in der Stadthalle Friedeburg zum 125. Mal Blut gespendet. Der Nordenhamer ist 66 Jahre alt.

Freiwillige Spender haben an diesem Donnerstag, 11. Januar, die Möglichkeit, vormittags zwischen 10 und 12 Uhr sowie nachmittags von 14 bis 18 Uhr in der Stadthalle Friedeburg (Oldenburger Straße 3) beim Roten Kreuz Blut zu spenden. Der Personalausweis muss mitgebracht werden. Eine Spende dauert etwa 30 Minuten. Danach kann man sich am Büfett stärken.

Erstspender sollten zwischen 18 und 60 Jahren alt sein. Bis zum Alter von 71 Jahren kann man spenden. Außerdem sollte das Körpergewicht 50 Kilogramm nicht unterschreiten.

Viel trinken – das ist am Tag der Spende wichtig. Ratsam ist, mindestens 1,5 Liter Wasser zu sich zu nehmen. Nach der Spende sollte man alles ruhig angehen lassen.

Eine Ehrenurkunde und einen Anstecker erhält man jeweils nach der dritten, sechsten und zehnten Spende.

„Den Blutspendepass bitte“, fordert mich ein DRK-Mitarbeiter auf. Das kleine gelbe Heft bekommt jeder, der schon mal Blut gespendet hat. Bei jeder Spende wird ein Stempel gesetzt – ähnlich wie bei einem Reisepass.

„Hatten Sie in den letzten vier Monaten eine Akupunktur?“ Diese und andere Fragen erwarten mich nach der Anmeldung. In einem Fragebogen gebe ich rundum Auskunft, wie es um meine Gesundheit und die Blutqualität bestellt ist. Um ein bisschen mehr Privatsphäre zu schaffen, füllt man diesen hinter Trennwänden aus. Der „einfache“ Teil ist damit geschafft. Jetzt wird gepiekst.

Keine Angst vorm Stich

Der Hb-Test steht mir bevor. „Hb steht für Hämoglobin, beim Test wird der Hämoglobin-Wert in Gramm pro 100 Milliliter Blut gemessen“, erklärt mir eine Mitarbeiterin. Ist dieser zu niedrig, darf nicht gespendet werden. Kurz werde ich mit einem Gerät, das aussieht wie ein kleiner Tacker, in die Fingerkuppe des linken Ringfingers gepiekst. Mit meinem Wert von 13,5 liege ich über dem Mindestwert von 12,5 und darf spenden. Bei Männern beträgt der Mindestwert 13,5.

Als Nächstes kommt das Gespräch mit dem Arzt. Wir gehen meinen Fragebogen durch. Mit einer Manschette wird mein Blutdruck und mein Puls gemessen.

„Rechter oder linker Arm?“ Ich komme in einen hell erleuchteten warmen Raum, in dem etwa elf Liegen stehen. Im Hintergrund läuft Radio und es herrscht rege Konversation zwischen Spendern und einigen Mitarbeitern. Da ich mit dem rechten Arm spende, werde ich zu einer Liege für Rechtsspender geführt. Schnell wird klar, warum Rechtsspender eine andere Liege bekommen als Linksspender. Entsprechend stehen nämlich die Automaten mit dem Blutbeutel rechts oder links davon.

Auf der Liege angekommen und mit den Füßen hochgelegt, warte ich anschließend auf den Moment der Momente: den Einstich der Nadel. Eine Mitarbeiterin, die offensichtlich schon Erfahrung damit hat, die Spender mit ein bisschen Small-Talk von der eigentlichen Sache abzulenken, setzt sich zu mir. Sie desinfiziert meine rechte Ellenbeuge. „Jetzt eine Faust machen und pumpen“, bittet sie mich. Sie erklärt mir, dass dadurch das Blut besser aus der Vene kommen kann, weil der Blutfluss angeregt wird.

Warten und entspannen

Ich pumpe also und lasse meinen Blick schweifen. Ein leichtes Ziehen spüre ich an der Stelle des Einstichs, aber mehr auch nicht. Dann heißt es für mich nur noch: warten und entspannen.

Nach ein paar Minuten wird der Arm etwas wärmer. Ich schaue hinunter und sehe das Blut in den Beutel fließen. Dieser schwappt in einer Schale immer hin und her, damit das Blut nicht gerinnt.

Ich konzentriere mich auf meine Atmung – tief und ruhig zu atmen hilft, um Schwindel vorzubeugen. Nach etwa zehn Minuten ertönt ein „Piiiiep“ und macht alle darauf aufmerksam, dass mein Beutel jetzt 500 Milliliter Blut aufgenommen hat. Vorsichtig wird die Nadel aus meinem Arm entfernt. Ein Gurt um meinem Arm verhindert, dass das Blut weiter austritt und muss ungefähr noch für zehn Minuten dort bleiben. Aber ich darf schon mal zum Buffet – geschafft.

Niemand muss also Angst haben vor einer Blutspende. Ich jedenfalls habe mich in guten Händen gefühlt und kann nur empfehlen: Gehen Sie zur Blutspende.

Freya Adameck
Volontärin, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003
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