OLDENBURG - Für Holger Barelmann stand es vor fünf Jahren „Spitz auf Knopf“: Der heute 41-jährige Oldenburger wurde mit Nierenversagen in die Intensivstation eingeliefert. „Ich war schon im Endstadium. Viel hat nicht mehr gefehlt . . . .“
Abgesehen von zunehmender Erschöpfung und Müdigkeit habe er zuvor nichts bemerkt, was auf eine Nierenerkrankung hingewiesen hätte. Die Symptome habe er seiner Erkrankung zugeschrieben, an der er seit seiner Geburt leidet – einem „offenen Rücken“. Praktisch über Nacht sei dann plötzlich der Akutfall eingetreten, erinnert sich Barelmann.
Nachdem das Nierenversagen im Klinikum Oldenburg erkannt und behandelt wurde, sei es für ihn wieder aufwärts gegangen. Heute kann der aktive junge Mann seinen Alltag vom Autofahren bis zum Hausputz wieder weitgehend selbst bewältigen: „Das liegt natürlich auch daran, weil ich hier im Klinikum bestens versorgt werde.“
Weil er danach manchmal müde und geschlaucht sei, lässt Holger Barelmann sein Auto an Dialyse-Tagen zu Hause stehen und kommt mit dem Taxi ins Klinikum. Dreimal in der Woche ist für ihn die Zeit von 12.30 bis 18.30 Uhr für die Blutwäsche geblockt. Die vier Stunden, an denen er an das Dialysegerät angeschlossen sei, würden in der Regel schnell vergehen. Wer will, könne dabei lesen oder Fernsehgucken, betont Barelmann: „Oft nutze ich die Zeit aber auch, um etwas auszuruhen oder zu schlafen.“
