OLDENBURG - Um Misshandlungen von Kindern auf die Spur kommen zu können, arbeiten in Oldenburg Mediziner, Therapeuten und Kinderkrankenpfleger sowie Fachleute von Polizei und Kinderschutzzentren eng zusammen. Die Oldenburger Kinderschutzgruppe der Kinderklinik kommt vier- bis sechsmal pro Jahr zusammen.

Teilnehmer der Anfang 2006 gegründeten Arbeitsgruppe sind neben niedergelassenen und Klinik-Kinderärzten aus verschiedenen Fachgebieten unter anderem Vertreter des Jugendamtes, des Kinderschutzzentrums, der Kriminalpolizei und auch der Gerichtsmedizin sowie der Staatsanwaltschaft. Regelmäßig mit dabei sind zudem eine Psychologin, eine Seelsorgerin und der Sozialdienst des Klinikums. Bei den Treffen wird zum Beispiel über Möglichkeiten gesprochen, Fälle von Kindesmisshandlung – wie etwa ein Schütteltrauma – frühzeitig erkennen und kindgerecht behandeln zu können. Wie wichtig die Zusammenarbeit ist, zeigt sich auch in Oldenburg, so Prof. Dr. Christoph Korenke: „In der Kinderklinik müssen leider fast in jedem Jahr mehrere Kinder mit den Folgen eines Schütteltraumas behandelt werden.“

Hilfe können Kinder, allein stehende Mütter oder Eltern, die sich überfordert fühlen, auch beim Kinderschutzbund Oldenburg unter Telefon 0 441/84 590 finden.