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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Die Lebensgefahr abwenden

22.10.2019

Oldenburg Dass man bei einer anstrengenden körperlichen Tätigkeit aus der Puste gerät, hat wohl jeder schon erlebt und ist eine normale Reaktion des Organismus. Nach ein wenig Erholung funktioniert die Atmung bei gesunden Menschen wieder normal. Anders ist das, wenn man auch im Ruhezustand das Gefühl hat, zu wenig Luft zu bekommen. Dann kann eine medizinisch als Dyspnoe bezeichnete krankhafte Atemnot vorliegen.

Wie belastend ein Problem mit der Atmung ist, empfindet jeder Betroffene unterschiedlich. Entsprechende Beschwerden sollten nach Angaben von Fachverbänden ärztlich abgeklärt werden. Bei bedrohlichen Symptomen sollte man nicht lange zögern und per Notfallnummer 112 den Rettungsdienst verständigen, betont Dr. Kirsten Habbinga, Leitende Ärztin des Aufnahmezentrums im Pius-Hospital Oldenburg: „Eine schwere Atemnot kann auf mehrere lebensbedrohliche Erkrankungen der Atemwege, der Lunge oder des Herz-Kreislaufsystems hinweisen. Dann kann es bei der Lebensrettung auf jede Minute ankommen.“

Atemfrequenz messen

Die Ersteinschätzung in der Notaufnahme – die sogenannte Triage – erfolgt durch besonders ausgebildete Pflegemitarbeiter. Je nach Symptomen und Schilderung der Beschwerden folgen dann weitere Untersuchungen, erklärt Barbara Schmidt, Fachkrankenschwester für Notfallpflege und pflegerische Bereichsleiterin. Dazu gehört neben einer Messung des Herzschlags, des Blutdrucks und der Atemfrequenz auch eine Blutentnahme, um die Werte für die Sauerstoffsättigung des Bluts ermitteln zu können. Häufig ist in Absprache mit dem Ärzte-Team zudem eine EKG-Untersuchung sowie eine weitergehende Diagnostik sinnvoll.

In der Notaufnahme kann so in kurzer Zeitz sicher und objektiv bewertet werden, wie schwerwiegend das Luftnot-Problem ist und ob es sich um einen umgehend behandlungsbedürftigen Notfall handelt. „Wenn die Werte schlecht sind, wird bei uns in der Notaufnahme sofort ein Notfallmediziner hinzugerufen. Patienten mit schwerer Atemnot haben Vorrang“, berichtet Dr. Kirsten Habbinga. Falls der Patient ansprechbar ist, führt der Arzt als Erstes eine sorgfältige Anamnese durch, mit der man der Ursache der Beschwerden oftmals schon auf die Spur kommen kann. Basierend auf der Krankheitsgeschichte und den geschilderten Symptomen erfolgt eine umfassende körperliche Untersuchung. Dabei wird zum Beispiel festgestellt, ob der Rachenraum oder die Luftröhre durch Fremdkörper verstopft sind.

Lückenlose Betreuung

Zur weiteren Aufklärung können neben verschiedenen Funktionstests unter anderem Röntgenaufnahmen und eine Computertomografie beitragen. Wichtig ist dabei, dass der Patient lückenlos betreut wird und sich sein Zustand nicht weiter verschlechtert. Dazu gehört auch, das psychische Befinden des Betroffenen im Blick zu haben, weil Störungen der Atemfunktion oft Erstickungsangst auslösen, was zu einer weiteren Belastung und Verschlimmerung der Symptome führen kann.

Zur Linderung kann neben der Begleitung des Patienten durch speziell geschulte Pflegefachkräfte die Gabe eines leichten Beruhigungsmittels sinnvoll sein. Auch eine Beatmungsunterstützung kann hilfreich sein. Bei einer sehr schwachen oder ganz ausgesetzten Atmung müssen ohne Zeitverzug eine Reanimation und weitere intensivmedizinische Maßnahmen durchgeführt werden.

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