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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Gemeinsam zum Therapieerfolg

08.10.2019

Oldenburg Eine Krebs-Operation kostet den Betroffenen in der Regel sehr viel Kraft. Viele Patienten haben vor dem Eingriff zusätzlich zu der Erkrankung das Problem, dass sie infolge der Krankheitsbeschwerden und/oder von Nebenwirkungen der medikamentösen Behandlung in einem schlechten körperlichen und seelischen Allgemeinzustand sind. Gerade bei Krebserkrankungen des Verdauungstraktes liegt in vielen Fällen eine Unter- und Mangelernährung vor, die mitunter erst bei der Untersuchung im Krankenhaus diagnostiziert wird. Oft kommen weitere schwere Erkrankungen hinzu, die das OP-Risiko ebenfalls erhöhen können.

Versorgungs-Leitfaden

Entsprechende Zusatzprobleme verringern die Chance, dass eine für den Patienten zumeist sehr anstrengende Krebs-Operation erfolgreich und ohne Komplikationen verläuft. Schon deshalb sollte bereits präoperativ dafür gesorgt werden, dass der Patient mit möglichst guten Voraussetzungen in den belastenden Eingriff geht.

Genau hier setzt der erste von drei Bereichen des aus der englischen Bezeichnung Enhanced Recovery After Surgery abgekürzten ERAS-Programms an, erklärt Prof. Dr. Maximilian Bockhorn, Direktor der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Klinikum Oldenburg: „ERAS zielt darauf ab, durch eine optimale Betreuung und Vorbereitung des Patienten von Anfang an alles dafür zu tun, damit die Operation und die weitere Therapie möglichst erfolgreich verlaufen.“

Mit dieser Vorgabe wurde ein standardisierter Leitfaden für alle zu einer Operation gehörenden Versorgungsabschnitte entwickelt. Die Inhalte sind vor, während und nach der OP bis hin zur Entlassung des Patienten genau an die jeweiligen Erfordernisse angepasst. Durch die Beteiligung aller relevanten Fachleute ist in jedem Behandlungsschritt sichergestellt, dass die medizinischen Möglichkeiten zu jeder Phase der Therapie bestmöglich ausgeschöpft werden können, berichtet Prof. Bockhorn: „Die einzelnen Elemente sind zwar nicht neu. Sie können mittels ERAS aber zu einem optimal passenden Gesamtkonzept zusammengefasst werden.“

Für den Patienten bedeutet das konkret, dass das an der Therapie beteiligte Team ausgehend von dem gesundheitlichen Ist-Zustand als Erstes einen individuell passenden Therapieplan ermittelt. Dazu gehört gleich zu Beginn des Krankenhausaufenthalts eine sorgfältige Eingangsuntersuchung, bei der auch festgestellt wird, ob der Patient physisch und psychisch ausreichend stabil für die anstehende OP ist.

Den Patienten stärken

So kann zum Beispiel eine schwerwiegende Unterernährung ein K.-o.-Kriterium für den Eingriff sein, betont Prof. Bockhorn: „Das kann die Konsequenz haben, dass der Betroffene erst einmal mit einem besonderen Ernährungsprogramm für die Operation gestärkt wird.“

Zentrale Ansprechperson ist stets eine spezielle ausgebildete ERAS-Nurse. Die Pflegefachkraft begleitet den Patienten von Anfang an und kontrolliert die Abläufe vor und nach der OP. Durch die engmaschige Betreuung soll der Patient zugleich mehr Sicherheit und Zutrauen zu den eigenen Fähigkeiten gewinnen. „Die ERAS-Nurse kann genau beurteilen, wie es dem Betroffenen geht und entscheidend am positiven Behandlungsverlauf mitwirken.“ Mit einem Therapietagebuch könne der Patient überprüfen, ob und wie die Genesungsziele erreicht werden.

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