Oldenburg - In Deutschland werden pro Jahr rund 500000 Krebserkrankungen neu diagnostiziert. Anders als noch vor 25 oder 30 Jahren können heute viele Erkrankungen mit guten Heilungschancen oder der Aussicht auf eine lange Überlebenszeit behandelt werden. Umso wichtiger ist, dass der Patient die Behandlung und die Zeit danach mit einer möglichst guten Lebensqualität erleben kann. Die Psychoonkologie kann hierfür oft einen sehr guten Beitrag leisten.

Die Mitarbeiter sind mit allen Facetten der unterschiedlichsten Krebserkrankungen vertraut – inklusive den Auswirkungen auf den Körper und die Psyche. Die Fachleute für die Seele können nachempfinden, wie stark dauernde Schmerzen, Übelkeit und Unsicherheit an den Betroffenen nagen können.

Ähnlich negativ kann sich eine krankheitsbedingte Veränderung des Aussehens etwa durch einen zunehmenden Haarausfall auswirken, berichtet Brigitte Anders. Vielen Patienten hilft dann eine Vertrauensperson aus der Klinik, die im Krisenfall einfach nur da ist bzw. Trost und Zuspruch vermitteln kann.

Die Psychoonkologie sollte Krebspatienten in allen Phasen der Erkrankung zur Seite stehen. So sind die damit verbundenen körperlichen und psychischen Beschwerden nach einer erfolgreichen OP bzw. Chemo- oder Strahlentherapie in der Regel noch lange nicht überwunden.